Wir trauern um Benjamin Diehl

28.09.1994 – 22.10.2020

Benny war ein großer Freund Israels. Seit Juni 2014 war er Mitglied bei uns, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Bereits im Jahr 2012 besuchte er den traditionellen Israeltag auf dem Schlossplatz in Stuttgart, bei dem wir die Staatsgründung Israels feiern. So kam er zum ersten Mal in Kontakt mit uns. Er erzählte uns, dass er damals nur deshalb noch nicht gleich Mitglied in der DIG Stuttgart wurde, weil er nach der Schule erst mal ins Ausland fahren wollte. Als er dann im Juni 2014 Mitglied der DIG wurde, gründete er auch gleich noch in diesem Jahr das Junge Forum der DIG Stuttgart mit. Und im November 2014 moderierte er in dieser Funktion eine Lesung von Tuvia Tenenbom aus dessen Buch „Allein unter Juden. Eine Entdeckungsreise durch Israel“.

Wir waren stolz darauf, dass er später auf Bundesebene eine tragende Rolle im Jungen Forum ausfüllte. So war Benny von 2015 bis 2017 im Bundesvorstand des Jungen Forums. Wir freuten uns, dass er uns immer wieder beim Israeltag in Stuttgart besuchte.

Wir behalten Benny in guter Erinnerung und wir sind sehr traurig, dass wir mit ihm einen sympathischen Freund und aktiven und belesenen Mitstreiter gegen den Antisemitismus verloren haben.

Online-Vortrag: Die israelfeindliche Politik der DDR – Antisemitismus trotz Antifaschismus?

Vortrag von Dr. Martin Jander

 

Zeit: Mittwoch, 4. November 2020, 19 Uhr
Ort: Online via Zoom
Moderation: Susanne Wetterich
Veranstalterinnen: DIG Region Stuttgart e.V., IRGW, evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
 
Anmeldung: Bitte per E-Mail an info@dig-stuttgart.net

 

Trotz vielfältiger Recherchen zu Geschichte und Struktur der DDR – allein der Bundestag setzte zwei Enquetekommissionen dazu ein – haben Forschung und Publizistik einen weiten Bogen um die Zusammenhänge von DDR, Antisemitismus und Israel-Feindschaft gemacht. Nur wenige Forscher wie Jeffrey Herf, Thomas Haury, Rainer M. Lepsius so wie die Amadeu Antonio Stiftung aus Berlin haben sich bislang mit den Themen intensiv beschäftigt und dazu publiziert. Dr. Martin Jander zeigt in seinem Vortrag die Entstehung und Entwicklung der nachnationalsozialistischen DDR-Gesellschaft, deren Selbstverständnis antifaschistisch, deren Politik nach innen und außen jedoch antisemitisch und israelfeindlich ausgerichtet war. Der größte Teil der DDR-Juden wurde im Winter 1952/53 vertrieben. Ab 1967 unterstützte die DDR Kriege gegen Israel militärisch. Antisemitismus und Israel-Feindschaft waren jedoch nicht nur der Politik der DDR-Führung geschuldet. Sie waren auch in der DDR-Gesellschaft präsent, die seit 1945 zwar in eine nicht-kapitalistische Gesellschaft transformiert wurde, Antisemitismus und Rassismus jedoch nicht aufarbeitete.

Dr. Martin Jander arbeitet als Historiker, Journalist und Erwachsenenbildner in Berlin. Er forscht zur Geschichte der DDR und zum deutschen Linksterrorismus. Jander unterrichtet deutsche und europäische Geschichte an Dependancen der „Stanford University“ und „New York University“ in Berlin.

Die gelernte Rundfunkjournalistin Susanne Wetterich ist Mitglied im Vorstand der DIG Region Stuttgart. Im Auftrag der IRGW leitet sie das Vorbereitungsteam der Jüdischen Kulturwochen.

Online-Vortrag: Israel 2020 – Chancen und Herausforderungen

Vortrag von Uriel Kashi

Zeit: Donnerstag, 15. Oktober 2020, 19 Uhr
Ort: Online aus Jerusalem

Veranstalterin: DIG Region Stuttgart e.V.

Anmeldung: Bitte per E-Mail an info@dig-stuttgart.net

Während sich die Welt mit der Covid-19-Pandemie und ihren weitreichenden Auswirkungen befasst, überschlagen sich in Israel und im Nahen Osten die Ereignisse: In seinem Vortrag für die DIG-Stuttgart skizziert Uriel Kashi die Entwicklungen der letzten Monate und geht dabei vorab auf die innenpolitischen Entwicklungen in Israel ein. Hierzu gehört die Frage, wie sich die neue „Einheitsregierung“, die im April nach drei Wahlgängen gebildet wurde, entwickelt, und inwiefern die andauernden Anti-Netanyahu Demonstrationen auch ein Resultat der zunehmenden Spaltung der israelischen Gesellschaft entlang politischer und religiösen Linien darstellt.

In einem zweiten Teil geht er auf die außenpolitischen Chancen ein, die die offizielle Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie mit Bahrain mit sich bringen, weist jedoch gleichzeitig auf die Gefahren hin, denen Israel an der Grenze zum Gazastreifen aber insbesondere an der israelisch-libanesischen Grenze durch die iranisch finanzierte Hisbollah ausgesetzt ist.

Uriel Kashi lebt als freier Autor, Dozent und Reiseleiter in Jerusalem. Einige seiner Texte zu Israel finden sich auf seiner Homepage unter www.reiseleiter-israel.de

Spendenaufruf: Für die Menschen Israels

Die DIG Region Stuttgart empfiehlt Ihnen, zu Ehren von Fritz Bauer für die Menschen in Israel spenden. Als DIG Region Stuttgart beteiligen wir uns am Spendenaufruf von Keren Hayesod.
 

 
Ihre Spende senden Sie bitte in der Zeit vom 13.September 2020, ab 15:00 Uhr, bis 15.September 2020 über diesen Charidy-Link via Paypal oder Kreditkarte an Keren Hayesod. Das Geld wird verwendet für eine neue, betreute Wohnanlage für Holocaustüberlebende und ältere Neueinwanderer mit insgesamt 111 Wohnungen und Clubräumen in Beer Sheva. Drei Etagen der Wohnanlage sollen den Namen von Fritz Bauer tragen. Fritz Bauer, war Hessischer Generalstaatsanwalt und Initiator der Auschwitz-Prozesse. Er lieferte Israel entscheidende Hinweise zur Ergreifung Adolf Eichmanns.

Finden Sie das Projekt gut? Möchten Sie auch persönlich in Ihrem Bekanntenkreis für Spenden werben? Dann fordern Sie bitte bei info@dig-stuttgart.net weitere Informationen an, die Sie dabei unterstützen.