Otto-Hirsch-Auszeichnung für Michael Kashi

Wir gratulieren unserem stellvertretenden Vorsitzenden Michael Kashi herzlich zur Otto-Hirsch-Auszeichnung, die ihm am Montag im Stuttgarter Rathaus verliehen wurde.

Michael Kashi wurde 1948 in Tel Aviv geboren, kam 1969 nach Deutschland und engagiert sich von Anfang an im deutsch-israelischen Dialog. Heute ist Michael Kashi Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW), sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart.

Ausgezeichnet wurde er „für bleibende Verdienste als Wegbereiter des Dialogs wie auch der Öffnung der jüdischen Gemeinde in die Stuttgarter Stadtgesellschaft sowie in die Zweigstellengemeinden durch die Schaffung dezentraler Strukturen in Württemberg“.

Gern verweisen wir auf den Artikel der Jüdischen Allgemeinen, sowie den Bericht der Stadt Stuttgart.

Pressemitteilung: Deutsch-Israelische Gesellschaft protestiert gegen „Nakba“-Ausstellung in der Volkshochschule Reutlingen

Die Volkshochschule Reutlingen zeigt die Ausstellung „Die Nakba. Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“. Bärbel Illi, die Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Region Stuttgart, bedauert das.

„Mit guten Gründen haben es bereits sehr viele Bildungseinrichtungen, Städte und Gemeinden in Deutschland abgelehnt, diese Ausstellung zu zeigen, denn sie ist zutiefst unseriös und hat mit objektiver Information nichts zu tun. Leider verschließt die vhs Reutlingen die Augen davor.“

Die Ausstellung erkläre die Gründung des Staats Israel 1948 zu einer Katastrophe („Nakba“) und lehne die nach internationalem Recht gültigen Grundlagen des Staates wie die Balfour-Deklaration und den UN-Teilungsplan ab. „Sie unterschlägt“, so Illi, „dass Israel eine Erfolgsgeschichte auch für seine arabischen Einwohner ist. In keinem anderen Land im Nahen Osten genießen arabische Musliminnen mehr Menschenrechte und einen höheren Lebensstandard als in Israel.“

Die Ausstellung fordere ein angebliches „Rückkehrrecht“ für sämtliche Nachfahren palästinensischer Flüchtlinge von 1948, was den jüdischen Charakter Israels zerstören würde. „Hier geht es nicht um Kritik an einzelnen Aspekten israelischer Politik, sondern um die grundsätzliche Delegitimierung des jüdischen Staates. Auch die Volkshochschule Reutlingen steht in der Verantwortung, Ressentiments gegen Israel nicht weiter zu schüren. Wir fordern sie auf, diese unseriöse Ausstellung zu beenden“, sagt Illi.

Die DIG lädt die interessierte Bevölkerung zu einem Informationsstand an diesem Donnerstag, 7. Februar von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr auf dem Marktplatz Reutlingen vor dem Spitalhof ein.

Flyer zum Infostand downloaden

Pressemitteilung: Hamas-UnterstützerInnen beschuldigen Israel – Und vergessen vor der eigenen Tür zu kehren

Zum Thema „Menschenrechtsverletzungen in Palästina und Israel“ laden die Deutsch-Palästinensischen Frauen für den Frieden e.V. und Annette Groth am 11.12.2018 in den Württembergischen Kunstverein ein. Sie beschuldigen Israel Menschenrechte zu verletzen. Wir wollen Ihnen die Akteurinnen kurz vorstellen.

Download: Print-Version als Flugblatt

Die Deutsch-Palästinensischen Frauen für Frieden e.V. arbeiten eng mit der verdeckten Hamas-Organisation Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. zusammen. Bei einer gemeinsamen Kundgebung im Dezember 2017 in Stuttgart wurden aggressive Drohungen gegen Israel ausgestoßen, Israel als Apartheid-Staat diffamiert und die israelische Nationalflagge verbrannt.

Wer wie die VeranstalterInnen den blutigen „Rückkehrmarsch“ am Gaza-Grenzzaun als friedliche Demonstration bezeichnet, pfeift auf das Menschenrecht auf Leben. Denn die Hamas schickt mit voller Absicht junge Leute ins Feuer, die den Zaun überrennen sollen, um Attentätern, die sich unter sie mischen, den Weg nach Israel zu ermöglichen, damit sie dort möglichst viele Jüdinnen und Juden töten.
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Pressemitteilung: DIG distanziert sich von fremdenfeindlicher Kundgebung

Wenn auf öffentlichen Plätzen in Stuttgart Israelfahnen zu sehen sind, liegt die Vermutung nahe, es handele sich um eine Aktion der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Am 16. und 17. November fanden allerdings auf dem Schlossplatz und vor dem Milaneo Kundgebungen statt, mit denen wir absolut nichts zu tun hatten und von denen wir uns in aller Schärfe distanzieren.

Veranstalter war die rechtsextremistische „Bürgerbewegung Pax Europa“. Es sprach der mehrfach wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Beschimpfung von Religionsgesellschaften vorbestrafte und vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtete Journalist Michael Stürzenberger. Nur bei oberflächlichem Zuhören konnte man annehmen, er sei ein Freund Israels.

Schnell wurde klar, worum es wirklich ging – um Hetze gegen MuslimInnen. Israel wird immer wieder von Rechtsextremen instrumentalisiert, die den jüdischen Staat für ihren „Krieg gegen den Islam“ vereinnahmen wollen.

„Wie die israelische Botschaft treten auch wir solchen politischen Taschenspielertricks entschieden entgegen. In Israel ist Religionsfreiheit auch für Minderheiten garantiert und es gibt dort jede Menge Moscheen“ sagt Bärbel Illi, Vorsitzende der DIG Stuttgart.

Sie verweist auf den Beschluss der DIG-Hauptversammlung: „Die Deutsch-Israelische Gesellschaft schließt jede Zusammenarbeit mit Parteien aus dem rechtspopulistischen bis rechtsextremen Spektrum aus. Dies gilt explizit auch für die AfD.“

Pavel Hoffmanns Rede in Reutlingen

Zum Abschluss der ersten Etappe unserer Ausstellung in Reutlingen hat DIG-Mitglied Pavel Hoffmann die Abschlussrede gehalten. Die Rede vom 24. Oktober 2018 im Wortlaut.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Israel-Freunde,

Zuerst möchte ich eine Botschaft von allen großen deutschen und europäischen Juden wie Imre Kertész, Marcel Reich Ranicki, Ralf Giordano, Leon Winter, Ignac Bubis und Albert Ein-stein, die sich alle entsetzt über den immer währenden Antisemitismus, den man verschämt Antizionismus nennt, geäußert haben, übermitteln. Stellvertretend für alle diese berühmten und geschätzten Menschen hat der Nobelpreisträger und Holocaust-Überlebende Imre Kertész in seinem letzten Werk vor seinem Tod folgende Botschaft an alle Diaspora Juden gerichtet. Ich zitiere: „Ich glaube die europäische Juden begehen einen selbstmörderischen Fehler, wenn sie in das Geheul der europäischen Intellektuellen und Chefbeamten einstimmen, die sie gestern noch ausrotten wollten und jetzt unter dem Vorwand der Kritik an Israel eine neue Sprache für den alten Antisemitismus finden. wieso sollten sie ihre Absichten ändern!“

In diesem Jahr haben die Juden auf der ganzen Welt die Gründung von 70 Jahren Israel gefeiert. Ein Staat, der dafür garantiert, dass es niemand mehr wagt das jüdische Volk zu vernichten. Es ist fast ein Wunder, dass nach elf Kriegen und 70 Jahren Kriegszustand Israel heute so stark ist, dass es für die unterdrückten Völker wie das jesidische, iranische oder das kurdische Volk zum Symbol der Freiheit geworden ist. Nicht einmal das Kreieren eines Volkes der “Palästinenser“ in den 60-er Jahren durch Arafat und die arabischen Staaten, was ausschließlich das Ziel verfolgte, den jüdischen Staat zu vernichten, hat es geschafft, Israel in die Knie zu zwingen. Trotzdem liegt der einzige demokratische Staat im Nahen Osten, der jüdische Staat mit mehr als 7 Millionen Juden und 1,2 Millionen Arabern, vielen der 500 Millionen Europäern und 1,5 Milliarden Moslems schwer in dem Magen.
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