Audio: Zur Psychoanalyse des Antisemitismus

Vortrag gehalten am 23.09.2019 von Dr. Sebastian Winter auf einer Veranstaltung des Jungen Forums der DIG Stuttgart in Kooperation mit dem Koordinierungsrat der GJCZ – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Antisemitismus ist nicht nur „Vorurteil“. Er ist eine affektive Haltung, die es erlaubt, gegen „die da oben“ scheinbar zu rebellieren und sich dabei einzufügen in eine als konfliktfrei imaginierte (völkische) Gemeinschaft. Den unbewussten Dynamiken hinter der antisemitischen Haltung soll auf dieser Veranstaltung mit psychoanalytisch-sozialpsychologischen Theorien nachgegangen werden.

Dr. Sebastian Winter verwaltet derzeit eine Professur an der Hochschule Hannover. Er ist Mitglied der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie und Mitherausgeber der Zeitschrift „Freie Assoziation“.

Audio: Schlafstunde und Zionismus – über deutsche Juden in Israel

Vortrag gehalten am 22.07.2020 von Oliver Vrankovic, live aus Israel – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Ein Vortrag über die Jeckes; jene deutschen und kulturdeutschen Juden, die in den 30er Jahren nach Palästina geflüchtet sind und zu Mitbegründern des Staates Israel wurden. Sie sind vor den Deutschen nach Palästina geflüchtet, bevor ihnen ihre Heimat zur Mördergrube ohne Entrinnen werden konnte.

Obwohl ihnen Deutschland für immer verleidet wurde, kam es für die deutschen Juden nach ihrer Auswanderung zu keinem Ablösungsprozess von ihrem kulturellen Erbe. Die heute Hochbetagten trafen in jungen Jahren auf ein von osteuropäischen Pionieren dominiertes jüdisches Gemeinwesen, das ihnen viel Argwohn entgegenbrachte. Der Wechsel von der deutschen in die eretz-israelische Heimat verlief als schwieriger Prozess von Negation und Affirmation. Trotz ihrer holprig verlaufenden Integration haben die Jeckes überproportional viel zur gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des jüdischen Gemeinwesens und später des jüdischen Staates beigetragen. Israel wurde durch die deutschen und kulturdeutschen Juden erkennbar geprägt.

Aus den Einwanderern aus Deutschland wurden Israelis. Israelis, die Deutsche geblieben sind.
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Video: FASZINATION ISRAEL – Grenzen überwinden: Ein Jude in Deutschland

Wie ist es, als Jude und Israeli in Deutschland zu leben? Anhand der persönlichen Geschichte von Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Region Stuttgart, gibt FASZINATION ISRAEL Einblicke in jüdisches Leben in Stuttgart.

Im Juni 1948 wird Michael Kashi als Sohn iranischer Juden in Israel geboren. Er leistet seinen Militärdienst und kämpft im Sechstagekrieg 1967. Als junger Mann kommt er zu Besuch nach Deutschland. Obwohl ihn der zunehmende Antisemitismus tief besorgt, lebt er mit seiner Familie 50 Jahre später noch immer hier.

Aktionswochen gegen Antisemitismus

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antiono Stiftung haben wir gemeinsam mit dem KOMMA Kultur Esslingen drei Interviews produziert und freuen uns diese nun hier zu veröffentlichen.

 

1. Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona – Gespräch mit Laura Luise Hammel

Laura Hammel forscht als Doktorandin an der Universität Tübingen zur Frage, wie Bewegungen und Parteien der Neuen Rechten Verschwörungstheorien einsetzen, um ihre Themen zu transportieren und Anhänger*innen anzusprechen.

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