Vortrag: Akademischer Antisemitismus im Westen – Faktoren für den Erfolg der BDS-Bewegung

Vortrag und Diskussion mit Dr. Felix Riedel

Eine Veranstaltung des Jungen Forums der DIG

Zeit: Donnerstag, 2. Februar 2017, 19.30 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45 (Nähe Breuninger-Parkhaus)

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Antisemitismus lässt sich nicht als der „Sozialismus der dummen Kerls“ (Bebel) fassen. Die Bücherverbrennungen, die Wiederbelebung und Radikalisierung des „wissenschaftlichen Rassismus“ waren Produkt einer nationalsozialistischen Studentenbewegung und ihrer Denker.

Nach dem Nationalsozialismus lässt sich ein Formenwandel des klassischen Antisemitismus zum Antizionismus beobachten. Dieser Formenwandel bedurfte intensiver intellektueller Zuarbeit,um Medienfälschungen und Ideologeme entsprechend zu tarnen und im akademischen Betrieb zu verankern. Mit der BDS-Bewegung ist dieser akademische Antisemitismus ausgereift. Er vermag vor allem im linksintellektuellen Umfeld und dort in bestimmten Fächern Mehrheiten zu finden.
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Audio: Das Israelbild in deutschen Schulbüchern und die Pädagogik des Ressentiments

Vortrag gehalten am 15.11.2016 von Dr. Klaus Thörner – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher bei der Darstellung des Staates Israel? Im Jahr 1985 hatte das Georg-Eckert-Institut diese Frage untersucht. Damals wurde die Einseitigkeit kritisiert, mit der Israel als Aggressor im israelisch-arabischen Konflikt dargestellt wurde. Nun, dreißig Jahre später, ist das Institut mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes dieser Frage erneut nachgegangen und hat, um es allgemein auszudrücken, unverändert hohen Handlungsbedarf festgestellt.

Dr. Klaus Thörner stellt in seinem Vortrag anhand von Beispielen dar, welches Israelbild den Jugendlichen heute vermittelt wird und umreißt die wichtigsten Handlungsfelder.

Der Sozialpädagoge und Sozialwissenschaftler ist Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Vorstandsmitglied der Scholars for Peace in the Middle East –Germany e.V.

 

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Audio: Rechte, linke und andere Verschwörungsphantasien und ihre antisemitischen Implikationen

Vortrag gehalten am 24.10.2016 von Prof. Dr. Samuel Salzborn – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Es gehört mittlerweile fast zur Normalität politischer Ereignisse, dass Verschwörungsmythen fast so schnell produziert werden, wie die Ereignisse stattfinden – was mit der Logik der Verschwörung zu tun hat: Sie bedarf keiner Fakten, keiner Realität, keiner Wirklichkeit außer ihrer selbst, um zu funktionieren. Es bedarf stets nur eines Anlasses, nicht einer Ursache, damit Verschwörungsphantasien formuliert werden – denn ihre jeweils eigene hermetische Wahnwelt funktioniert in ihrer Struktur ganz unabhängig von der Wirklichkeit, da sie in keiner Weise an empirische oder historische Fakten gebunden ist, sondern lediglich mit einem Phantasieweltbild korrespondiert, das jederzeit reformulierbar, jederzeit reproduzierbar und damit auch jederzeit in Variationen abrufbar ist.

Prof. Dr. Samuel Salzborn ist Professor für Grundlagen der Sozialwissenschaften an der Uni Göttingen.

 

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Vortrag: Israel – die multikulturelle Einwanderungsgesellschaft

Vortrag und Diskussion mit Oliver Vrankovic

Zeit: Montag 19. Dezember 2016, 19 Uhr

Ort: Hotel Wartburg, Lange Str. 49, 70174 Stuttgart, S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte, Stadtbahn-Haltestelle Rotebühlplatz

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

In Israel treffen auf engstem Raum westliche und orientalische Denk- und Verhaltensweisen, unter-schiedliche Religionen, Einstellungen und Meinungen aufeinander. Die Identitätsfrage beschäftigt das Land mehr als jede andere Frage und ist in jeden Konflikt verwoben. Die multikulturelle und multiethnische Vielfalt macht es unmöglich DEN Israeli zu bestimmen. Welten trennen den Kibbuz von der Entwicklungsstadt, das Leben im Zentrum vom Leben in der Peripherie, die säkularen von den ultraorthodoxen Stadtteilen im jüdischen Teil von Jerusalem und den jüdischen vom arabischen Teil.

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Vortrag: Das Israelbild in deutschen Schulbüchern und die Pädagogik des Ressentiments

Vortrag von Dr. Klaus Thörner

Zeit: Dienstag, 15. November 2016, 18:30 Uhr

Ort: Rathaus Stuttgart, Marktplatz 1, Mittlerer Sitzungssaal

Eintritt: frei

Moderation: Susanne Wetterich

„Schulbücher definieren nicht nur legitimes Wissen und wünschenswerte Kompetenzen, sondern vermitteln auch staatlich bzw. gesellschaftlich präferierte Identitätsangebote“, heißt es ganz richtig auf der Website des Georg-Eckert-Instituts, Leibnitz-Institut für internationale Schulbuchforschung, der in Deutschland führenden Schulbuchforschungseinrichtung. Doch welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher bei der Darstellung des Staates Israel?

Im Jahr 1985 hatte das Institut diese Frage untersucht. Damals wurde die Einseitigkeit kritisiert, mit der Israel als Aggressor im israelisch-arabischen Konflikt dargestellt wurde. Nun, dreißig Jahre später, ist das Institut mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes dieser Frage erneut nachgegangen und hatte, um es allgemein auszudrücken, unverändert hohen Handlungsbedarf festgestellt. Dies veranlasste den Verein Scholars for Peace in Middle East, Germany e.V. in Kooperation mit den DIG-Arbeitsgemeinschaften Bremen, Hannover, Ostfriesland und Oldenburg zu einer Initiative, das Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit zu sensibilisieren und mit Politik und Schulbuchverlagen ins Gespräch zu kommen.

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