1948. Die Ausstellung: Reutlingen – Esslingen – Stuttgart

 

Foto: Government Press Office (Israel)
CC BY-SA 3.0

Am 14. Mai 1948 ruft David Ben Gurion den demokratischen und jüdischen Staat Israel aus. Wenige Stunden später greifen mehrere arabische Staaten an. Ihr Ziel: die vollständige Vernichtung Israels. Wie kam es zur Staatsgründung? Wer schürte die Feindschaft zwischen Juden und Arabern in Palästina? Welche Rolle spielten die Briten, die UN und der Mufti von Jerusalem? Was wollten die Nazis in Palästina?

32 Tafeln geben einen vertieften historischen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse. Bilder, Dokumente und Zeitzeugen werden im Kontext präsentiert. In einem weiten Bogen von den Römern im Jahre 70 bis zum Waffenstillstand 1949 werden die Staatsgründung Israels und ihre Vorgeschichte erzählt.

Erarbeitet wurde die Ausstellung von DEIN e.V. – Demokratie und Information, gefördert vom Zentralrat der Juden in Deutschland.

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Pressemitteilung: Hamas-UnterstützerInnen beschuldigen Israel – Und vergessen vor der eigenen Tür zu kehren

Zum Thema „Menschenrechtsverletzungen in Palästina und Israel“ laden die Deutsch-Palästinensischen Frauen für den Frieden e.V. und Annette Groth am 11.12.2018 in den Württembergischen Kunstverein ein. Sie beschuldigen Israel Menschenrechte zu verletzen. Wir wollen Ihnen die Akteurinnen kurz vorstellen.

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Die Deutsch-Palästinensischen Frauen für Frieden e.V. arbeiten eng mit der verdeckten Hamas-Organisation Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland e.V. zusammen. Bei einer gemeinsamen Kundgebung im Dezember 2017 in Stuttgart wurden aggressive Drohungen gegen Israel ausgestoßen, Israel als Apartheid-Staat diffamiert und die israelische Nationalflagge verbrannt.

Wer wie die VeranstalterInnen den blutigen „Rückkehrmarsch“ am Gaza-Grenzzaun als friedliche Demonstration bezeichnet, pfeift auf das Menschenrecht auf Leben. Denn die Hamas schickt mit voller Absicht junge Leute ins Feuer, die den Zaun überrennen sollen, um Attentätern, die sich unter sie mischen, den Weg nach Israel zu ermöglichen, damit sie dort möglichst viele Jüdinnen und Juden töten.
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Audio: 80 Jahre Reichspogromnacht – Antisemitismus früher und heute

Vortrag gehalten am 21. November 2018 von Gideon Botsch. Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus (EJGF), Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam.

 

 

Eine Veranstaltung von Fritz-Erler-Forum/Friedrich-Ebert-Stiftung Baden-Württemberg, dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof und Emanzipation und Frieden e.V.

Am 9. November 2018 jährt sich die Reichspogromnacht zum 80. Mal. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden Tausende von Juden geschlagen, verhaftet oder sogar ermordet, jüdische Geschäfte wurden zerstört und fast in jeder Stadt die Synagogen in Brand gesetzt. Die Judenverfolgung während der NS-Zeit erreichte mit der Reichspogromnacht eine neue Dimension und der grausame Weg zum Holocaust war hiermit vorgezeichnet.

Heute werden Jüdinnen und Juden wieder auf offener Straße angegriffen, auf Schulhöfen und in Fußballstadien gilt „Jude“ als Schimpfwort. Judenfeindliche Parolen auf Demonstrationen gegen Israel und antisemitisch motivierte Attentate werfen Fragen auf: Hat der Antisemitismus in Deutschland und Europa zugenommen? Woher kommt er und wer ist Antisemit_in? weiterlesen

Pressemitteilung: DIG distanziert sich von fremdenfeindlicher Kundgebung

Wenn auf öffentlichen Plätzen in Stuttgart Israelfahnen zu sehen sind, liegt die Vermutung nahe, es handele sich um eine Aktion der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Am 16. und 17. November fanden allerdings auf dem Schlossplatz und vor dem Milaneo Kundgebungen statt, mit denen wir absolut nichts zu tun hatten und von denen wir uns in aller Schärfe distanzieren.

Veranstalter war die rechtsextremistische „Bürgerbewegung Pax Europa“. Es sprach der mehrfach wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Beschimpfung von Religionsgesellschaften vorbestrafte und vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtete Journalist Michael Stürzenberger. Nur bei oberflächlichem Zuhören konnte man annehmen, er sei ein Freund Israels.

Schnell wurde klar, worum es wirklich ging – um Hetze gegen MuslimInnen. Israel wird immer wieder von Rechtsextremen instrumentalisiert, die den jüdischen Staat für ihren „Krieg gegen den Islam“ vereinnahmen wollen.

„Wie die israelische Botschaft treten auch wir solchen politischen Taschenspielertricks entschieden entgegen. In Israel ist Religionsfreiheit auch für Minderheiten garantiert und es gibt dort jede Menge Moscheen“ sagt Bärbel Illi, Vorsitzende der DIG Stuttgart.

Sie verweist auf den Beschluss der DIG-Hauptversammlung: „Die Deutsch-Israelische Gesellschaft schließt jede Zusammenarbeit mit Parteien aus dem rechtspopulistischen bis rechtsextremen Spektrum aus. Dies gilt explizit auch für die AfD.“

Audio: Israelbezogener Antisemitismus heute

Vortrag gehalten am 7. November 2018 von Lars Rensmann auf einer Veranstaltung der DIG Stuttgart.

 

 

Antisemitismus ist, in seinen klassischen wie modernisierten Varianten, auf dem Vormarsch in den europäischen Gesellschaften und Öffentlichkeiten. Er manifestiert sich in politischen Bewegungen des Rechtsextremismus, des autoritären Populismus und des Islamismus genauso wie in grassierenden verschwörungsmythischen sozialen Medien-Diskursen und zunehmend in Debatten im Mainstream von Politik und Kultur. Dazu zählt, als wesentliche Ausdrucksform, die israelbezogene Judenfeindschaft, die projektiv antijüdische Stereotypen und Fantasien auf Israel als „Feind der Menschheit“, „Feind des Friedens“ und böswilligem „Aggressor“ überträgt. „Israelkritik“ ist dabei längst zu einer hegemonialen politischen Norm avanciert, die wesentlich zu einer Erosion der Diskursgrenzen, der Grenzen des Sagbaren, im Hinblick auf Antisemitismus beiträgt. Der Vortrag analysiert Formen und Erscheinungsformen insbesondere des israelfeindlichen, antizionistischen Antisemitismus in der Gegenwart, seine Ursachen und Motive, und Strategien zu seiner Bekämpfung.
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Einführung in die Ausstellung 1948

Dr. Oren Osterer, Historiker und Kurator der Ausstellung

 

Zeit: Montag, 26. November 2018, 17 Uhr

Ort: CVJM-Haus, CVJM Esslingen e.V., Kiesstraße 3 – 5, 1. OG, 73728 Esslingen

Eintritt: Frei

Veranstalterinnen: DIG Region Stuttgart e.V. Württembergs

 

Dr. Osterer führt als Kurator der Ausstellung in das Thema 1948 ein.