Aktuell

Nico Weinmann (FDP) kritisiert Landesregierung

Die DIG Region Stuttgart bedankt sich bei Nico Weinmann MdL für die Anfrage „Boycott, Divestment, Sanctions“ (BDS) und ähnliche antiisraelische Aktivitäten in Baden-Württemberg, die er an die Landesregierung Baden-Württemberg stellte. Die Antwort der Landesregierung kommentiert Herr Weinmann so:

 

Statement des stellvertretenden Vorsitzenden der FDP/DVP Fraktion und Heilbronner Landtagsabgeordneten Nico Weinmann:

„Die Landesregierung muss deutlicher als bisher gegenüber den Kommunen kommunizieren, dass es in staatlichen Räumen keinen Platz für radikale antiisraelische Aktivisten, insbesondere aus der BDS-Bewegung, geben darf. Es ist bedauerlich, dass die Landesregierung hier nicht den gebotenen resoluten Willen zeigt. Die FDP/DVP Fraktion steht jedenfalls entschlossen an der Seite Israels und wird sich auch künftig für die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland einsetzen.“

Auch wir sind über die Antwort der Landesregierung enttäuscht. Wir vermissen die Bereitschaft den Landtagsbeschluss, Antisemitismus entschlossen entgegen zu treten, mit Tatkraft umzusetzen. Wir schätzen das Engagement des Beauftragten gegen Antisemitismus. Er empfiehlt beispielsweise den Institutionen des Landes, für BDS-nahe Veranstaltungen keine Räume zur Verfügung zu stellen. Obwohl das israelische Generalkonsulat damals protestierte, gaben baden-württembergische Universitäten BDS-Aktivisten ein Podium, so die Uni Tübingen und die Uni Hohenheim im Juni 2018. Mindestens im Nachhinein würden wir gerne einen klaren Satz der Landesregierung dagegen hören, um weiteren Skandalen vorzubeugen.

Hier die Antwort der Landesregierung.

Video: FASZINATION ISRAEL – Grenzen überwinden: Ein Jude in Deutschland

Wie ist es, als Jude und Israeli in Deutschland zu leben? Anhand der persönlichen Geschichte von Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Region Stuttgart, gibt FASZINATION ISRAEL Einblicke in jüdisches Leben in Stuttgart.

Im Juni 1948 wird Michael Kashi als Sohn iranischer Juden in Israel geboren. Er leistet seinen Militärdienst und kämpft im Sechstagekrieg 1967. Als junger Mann kommt er zu Besuch nach Deutschland. Obwohl ihn der zunehmende Antisemitismus tief besorgt, lebt er mit seiner Familie 50 Jahre später noch immer hier.

Aktionswochen gegen Antisemitismus

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antiono Stiftung haben wir gemeinsam mit dem KOMMA Kultur Esslingen drei Interviews produziert und freuen uns diese nun hier zu veröffentlichen.

 

1. Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona – Gespräch mit Laura Luise Hammel

Laura Hammel forscht als Doktorandin an der Universität Tübingen zur Frage, wie Bewegungen und Parteien der Neuen Rechten Verschwörungstheorien einsetzen, um ihre Themen zu transportieren und Anhänger*innen anzusprechen.

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Vorsitz der Bundesregierung im EU- und Sicherheitsrat: Israel vor dem internationalen Antisemitismus in Schutz nehmen – UNRWA auflösen

Stellungnahme des Vorstands der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart e.V. am 26. Juni 2020

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Die Bundesregierung sei wie die EU der Ansicht, dass eine Annexion innerhalb des Westjordanlands nicht mit internationalem Recht vereinbar wäre, sagte der deutsche Außenminister am 10.6.20 bei seinem Besuch in Israel. Weitere Überlegungen äußert er zum israelisch-palästinensischen Konflikt nicht. Das ist in mehrerer Hinsicht zu wenig.

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Video der szenischen Lesung: Gino Bartali – Italienische Radlegende, Helfer verfolgter Juden

Ein Vortrag von Annedore Wittum, inszeniert und gelesen von Samira Hadi, Chiara Poma Rinklef und Emanuel Schwarz.

 

 

Gino Bartali gewann 1938 als Profi-Radrennfahrer die Tour de France. Wenige Jahre später rettete er 800 jüdische Menschen in der Toskana vor den Nazis. Er wird deshalb in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ gewürdigt und zu seinen Ehren begann der Giro d’Italia 2018 in Israel. Der Vortrag berichtet über den Lebensweg Bartalis und seine Mitarbeit in einem konspirativen Netzwerk der katholischen Kirche in Florenz zur Judenrettung.