Vortrag: Die AfD und der Antisemitismus – eine neue Herausforderung?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Bodo Kahmann

Eine Veranstaltung des Jungen Forums der DIG

Zeit: Donnerstag, 23. Februar 2017, 19.00 Uhr

Ort: Hotel Wartburg, Lange Straße 49, Stuttgart

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Der politische Aufstieg der „Alternative für Deutschland“ (AfD) könnte den Sonderstatus des bundesdeutschen Parteiensystems in Europa, in dem es bisher keine erfolgreiche rechte Partei gegeben hat, beenden. Große Aufmerksamkeit erregten in den letzten Jahren die Annäherungs- und Vereinnahmungsversuche anderer Rechtsparteien Europas gegenüber Israel und jüdischen Organisationen; zugleich ließ sich an ihren Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Die Gründung und Radikalisierung der AfD fallen somit in eine Zeit, in der ein Wandel im Verhältnis des europäischen Rechtsradikalismus zum Antisemitismus konstatiert werden kann. Der Vortrag analysiert das Verhältnis der AfD zum Antisemitismus vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und legt dar, wieso das Erstarken der AfD die Abwehr- und Präventionsarbeit gegen Antisemitismus vor neue Herausforderungen stellt.
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Vortrag: Akademischer Antisemitismus im Westen – Faktoren für den Erfolg der BDS-Bewegung

Vortrag und Diskussion mit Dr. Felix Riedel

Eine Veranstaltung des Jungen Forums der DIG

Zeit: Donnerstag, 2. Februar 2017, 19.30 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45 (Nähe Breuninger-Parkhaus)

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Antisemitismus lässt sich nicht als der „Sozialismus der dummen Kerls“ (Bebel) fassen. Die Bücherverbrennungen, die Wiederbelebung und Radikalisierung des „wissenschaftlichen Rassismus“ waren Produkt einer nationalsozialistischen Studentenbewegung und ihrer Denker.

Nach dem Nationalsozialismus lässt sich ein Formenwandel des klassischen Antisemitismus zum Antizionismus beobachten. Dieser Formenwandel bedurfte intensiver intellektueller Zuarbeit,um Medienfälschungen und Ideologeme entsprechend zu tarnen und im akademischen Betrieb zu verankern. Mit der BDS-Bewegung ist dieser akademische Antisemitismus ausgereift. Er vermag vor allem im linksintellektuellen Umfeld und dort in bestimmten Fächern Mehrheiten zu finden.
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