Tagesseminar: Kriege gegen Israel

Tagesseminar mit Dr. Martin Jander

Zeit: Sonntag, 26. März 2017, 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Ort: Stuttgart, Stadtmitte

Seit es die Idee eines Staates Israel gibt und seit im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts Juden aus ganz Europa sich dorthin aufmachten, um Schutz vor dem europäischen Antisemitismus zu suchen, wird Krieg gegen den Staat Israel und seine Idee geführt. Bereits die Nazis versuchten mit arabischen Partnern die Entstehung des Staates zu verhindern. Zwar gelang es den Nazis große Teile der europäischen Juden umzubringen, den Staat Israel aber verhinderten sie nicht. Nach der Shoah hat ein Teil der Weltgemeinschaft eingesehen, dass ein jüdischer Nationalstaat eine Existenzberechtigung hat. Die Kriege gegen Israel, öffentlich erklärte und heimliche, haben jedoch nicht aufgehört und halten immer noch an. In den beiden deutschen Staaten, DDR und Bundesrepublik, wurden diese Kriege mal öffentlich erklärt, mal eher verborgen geführt. – In diesem Tagesseminar erarbeiten wir einen Überblick zu ihrer Geschichte und überlegen, was man gegen Antisemitismus und Antizionismus in der Bundesrepublik Deutschland tun kann.

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Vortrag: Schatten der Reformation – Martin Luther und die Juden

Vortrag von Dr. Michael Volkmann, Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden, Evangelische Landeskirche in Württemberg

Zeit: Mittwoch, 22. Februar 2017, 19 Uhr

Ort: Stuttgarter Lehrhaus / Paul-Gerhardt-Zentrum, Raum Begegnungsstätte I, Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart (Stadtbahnhaltestelle Vogelsang)

Eintritt: 5 €, für Mitglieder der Veranstalterinnen Eintritt frei.

Die Reformation hat das christliche Verhältnis zum Judentum nicht erneuert, sondern verschlimmert. Das Reformationsjubiläum weckt die Frage nach der antijüdischen Schattenseite der Reformation, nach dem Umgang der evangelischen Kirchen mit diesem Erbe und danach, was zu tun bleibt. Martin Luther wollte die Juden ausweisen, am liebsten „in ihr Land“. Wie stellt sich die evangelische Kirche heute zur Landfrage?

Deutsch-Israelische Gesellschaft Region Stuttgart e.V. in Kooperation mit „Stuttgarter Lehrhaus. Stiftung für interreligiösen Dialog“ und „Arbeitsgruppe Wege zum Verständnis des Judentums“.

Vortrag: Die AfD und der Antisemitismus – eine neue Herausforderung?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Bodo Kahmann

Eine Veranstaltung des Jungen Forums der DIG

Zeit: Donnerstag, 23. Februar 2017, 19.00 Uhr

Ort: Hotel Wartburg, Lange Straße 49, Stuttgart

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Der politische Aufstieg der „Alternative für Deutschland“ (AfD) könnte den Sonderstatus des bundesdeutschen Parteiensystems in Europa, in dem es bisher keine erfolgreiche rechte Partei gegeben hat, beenden. Große Aufmerksamkeit erregten in den letzten Jahren die Annäherungs- und Vereinnahmungsversuche anderer Rechtsparteien Europas gegenüber Israel und jüdischen Organisationen; zugleich ließ sich an ihren Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Die Gründung und Radikalisierung der AfD fallen somit in eine Zeit, in der ein Wandel im Verhältnis des europäischen Rechtsradikalismus zum Antisemitismus konstatiert werden kann. Der Vortrag analysiert das Verhältnis der AfD zum Antisemitismus vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und legt dar, wieso das Erstarken der AfD die Abwehr- und Präventionsarbeit gegen Antisemitismus vor neue Herausforderungen stellt.
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Vortrag: Akademischer Antisemitismus im Westen – Faktoren für den Erfolg der BDS-Bewegung

Vortrag und Diskussion mit Dr. Felix Riedel

Eine Veranstaltung des Jungen Forums der DIG

Zeit: Donnerstag, 2. Februar 2017, 19.30 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45 (Nähe Breuninger-Parkhaus)

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Antisemitismus lässt sich nicht als der „Sozialismus der dummen Kerls“ (Bebel) fassen. Die Bücherverbrennungen, die Wiederbelebung und Radikalisierung des „wissenschaftlichen Rassismus“ waren Produkt einer nationalsozialistischen Studentenbewegung und ihrer Denker.

Nach dem Nationalsozialismus lässt sich ein Formenwandel des klassischen Antisemitismus zum Antizionismus beobachten. Dieser Formenwandel bedurfte intensiver intellektueller Zuarbeit,um Medienfälschungen und Ideologeme entsprechend zu tarnen und im akademischen Betrieb zu verankern. Mit der BDS-Bewegung ist dieser akademische Antisemitismus ausgereift. Er vermag vor allem im linksintellektuellen Umfeld und dort in bestimmten Fächern Mehrheiten zu finden.
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Audio: Das Israelbild in deutschen Schulbüchern und die Pädagogik des Ressentiments

Vortrag gehalten am 15.11.2016 von Dr. Klaus Thörner – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher bei der Darstellung des Staates Israel? Im Jahr 1985 hatte das Georg-Eckert-Institut diese Frage untersucht. Damals wurde die Einseitigkeit kritisiert, mit der Israel als Aggressor im israelisch-arabischen Konflikt dargestellt wurde. Nun, dreißig Jahre später, ist das Institut mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes dieser Frage erneut nachgegangen und hat, um es allgemein auszudrücken, unverändert hohen Handlungsbedarf festgestellt.

Dr. Klaus Thörner stellt in seinem Vortrag anhand von Beispielen dar, welches Israelbild den Jugendlichen heute vermittelt wird und umreißt die wichtigsten Handlungsfelder.

Der Sozialpädagoge und Sozialwissenschaftler ist Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Vorstandsmitglied der Scholars for Peace in the Middle East –Germany e.V.

 

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