Israeltag 2025



Auf dem Israeltag werden Vertreter*innen der DIG (Oliver Vrankovic), der IRGW und Repräsentant*innen der Politik und der israelsolidarischen Zivilgesellschaft sprechen. Es wird ein buntes Bühnenprogramm geben, Tänze und israelisches Essen.

Der Israeltag findet als Kooperation zwischen DIG Stuttgart, IRGW , WIZO und fjbk statt

Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Frank Nopper

Unsere Partnerinnen beim Israeltag dieses Jahr: Förderverein Emanzipation und Frieden e.V. , Jüdische Studierendenunion Württemberg, Denkendorfer Kreis für jüdisch-christiche Begegnung, Keren Kayemeth LeIsrael – Jewish National Fund , Keren HaYesod, GCJZ Stuttgart, Christen an der Seite Israels, Jufo der DIG Region Stuttgart e.V., Gedenkstättenverband Gäu-Neckar-Alb, Freunde jüdischer Kultur Esslingen, ARC to Israel, Mitzva e.V., ICEJ und Stuttgarter Lehrhaus.

Mahnwache für die Geiseln


Am 10.3. kamen hundert Menschen bei tristem Nieselwetter auf dem Hospitalplatz zu einer Mahnwache für die Geiseln zusammen. Die Atmosphäre war ruhig, trauernd und ergreifend. Es wurde um Shiri, Ariel und Kfir Bibas getrauert, um Oded Lifshitz, Tsachi Idan, Ohad Yahalomi, Shlomo Mansour und Itzik Elgarat.

Shiri und den Bibas Kindern wurde mit orangenen Luftballons die Ehre erwiesen. Michael Kashi (IRGW) ging in seiner Rede auf die Bedeutung der Rückführung der toten Geiseln ein und erklärte wie wichtig es für die Familien ist, sie beerdigen zu können.

Es wurde bei der Mahnwache auch die Freilassung der in Gaza verbliebenen Geiseln verlangt.

Stadtdekan Soren Schwesig ging in seiner Rede u.a. auf die furchtbare Inszenierung der Geiselübergaben ein und auf den grassierenden Antisemitismus in Deutschland.

Rabbiner Jehuda Pushkin sprach Gebete.

Unsere ehemalige Vorsitzende Bärbel Illi nahm in ihrer Rede die deutsche Politik in die Pflicht. Wir werden ihre Worte zeitnah veröffentlichen.

Die Möglichkeit seine Gedanken zu notieren, wurde sehr gut angenommen und es war greifbar, wie wichtig es den Teilnehmer*innen war, gemeinsam zu trauern und die Namen der noch verbliebenen Geiseln zu verlesen.

Die Mahnwache begann mit Shir LeMa’alot, gesungen von Sabina Morein (WIZO) und endete mit der HaTikva.

Wir danken der IRGW, WIZO und der evangelischen Kirche in Stuttgart für die Kooperation und den hundert Teilnehmer*innen, unter ihnen der Antisemitismusbeauftragte des Landes Dr. Michael Blume und Bernd Sommer vom Präsidium der DIG e.V. für ihr Kommen.

Es ging bei der Mahnwache auch darum, sich der Entschuldigung der Israelis, nicht mehr getan zu haben, anzuschließen und selbst Entschuldigung zu sagen. Einhergehend mit dem Versprechen, unser Möglichstes zu tun, die Solidarität mit Israel von deutschen Entscheidungsträger*innen einzufordern und sie dazu zu drängen, mehr für die Geiseln zu tun.

BRING THEM HOME NOW! 🎗

Bilderstrecke mit Bildern der DIG Stuttgart

Bilderstrecke mit Bildern von Kai Dorra

Bilder von Eberhard Wahl

Rede von Bärbel Illi:

Als Shiri, Kfir und Ariel beerdigt wurden, war der Schmerz der Menschen in Israel unvorstellbar groß. Millionen weinten vor dem Fernseher und im Spalier entlang des Trauerzugs. Seit ihrer Entführung am 7. Oktober harrten und hofften auch wir Israelfreunde der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, dass die drei lebend zurückkommen. Nach 500 Tagen quälenden Wartens ist klar, das Baby und der Vierjährige wurden mit bloßen Händen von Hamas-Mördern erwürgt. Ihre Mutter Shiri Silberberg-Bibas wurde nur 32 Jahre alt. Wir wissen nicht, wie und wann Shiri ermordet wurde. Vor oder nach ihren Kindern? Eine Frage, die mich als Mutter verrückt macht. Aus den Berichten der Freigelassenen wissen wir, dass vom Aller-, Allerschlimmsten ausgegangen werden muss. Die Geiseln sitzen ohne Tageslicht in den Tunneln, hungernd und oft auch angekettet, ohne sanitäre Versorgung, eine Flasche Wasser um sich alle zwei Monate zu waschen, und Folter und zynischen Psycho-Spielen ausgesetzt.

Trotz der allgegenwärtigen Trauer geben die Menschen in Israel nicht auf und kämpfen jeden Tag aufs Neue um ein bisschen Hoffnung. Ganz so, wie in Israel der Trauertag für die Gefallenen und der Freudentag der Staatsgründung in einander übergehen und zusammen gehören. Wir ahnen, dass die friedlichen Zeiten auch in Europa vorbei sind. Von Israel können wir Resilienz lernen, sich stets um Hoffnung bemühen trotz aller Widrigkeiten.

Woher kommt die Grausamkeit der Hamas?

In mancher Hinsicht erinnert sie uns an das Grauen der Schoa. Ich will den 7.10. nicht mit dem Holocaust gleichsetzen, 6 Millionen Juden wurden damals ermordet. Aber es gibt Ähnlichkeiten. Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas den größten Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Die Täter morden nicht aus Habgier, nicht aus Verzweiflung und nicht für nationale Ziele. Ihr Ziel ist es, als Dienst an Allah so viel wie möglich Jüdinnen und Juden zu töten. Am 7.10. wurden die Menschen in den Kibbuzim und auf dem Novafestival dabei vor aller Welt auch noch gedemütigt, grausamst gequält, vergewaltigt, bei lebendigem Leib verbrannt, Kinder vor den Augen ihrer Eltern abgeschlachtet. Wie die Nazis will die Hamas die Welt judenrein machen. Der Nationalsozialismus handelte in der Wahnvorstellung, eine „arische Rasse“ vor einer jüdischen Weltverschwörung zu retten. Die Hamas-Anhänger töten Juden aus religiöser Überzeugung, um die Vorausaussetzung für die Auferstehung der Muslime zu schaffen. Erlösung durch Judenmord ist die Ideologie, die die deutschen Nazis in den 30iger und 40iger Jahren aktiv in das damalige Palästina exportierten. Die Muslimbruderschaft verband die Nazi-Ideologie mit frühislamischem Judenhass. Diese Weltsicht ist in der Charta der Hamas verankert. Ich beziehe meine Einschätzung von Matthias Küntzel. Sein aktueller Artikel „Der 7. Oktober und die Shoah“ ist auf seiner Homepage zu finden.

Nach dem 7. Oktober ist es noch einsamer um Israel geworden.

In der UNO sowieso. Nachdem sich dort schon seit Jahrzehnten ein automatischer Abstimmungsmechanismus gegen Israel etabliert hat, sind die Entscheidungen dieses Gebildes heute noch hanebüchener. So wird in einem aktuellen UN-Report über Kinder in Kriegsgebieten der Mord an den Bibas-Kinder nicht einmal erwähnt. Während der Tod palästinensischer Kinder, die als Schutzschilde der Hamas umkamen, ausschließlich Israel vorgeworfen wird.

Weltweit sehen Antisemiten den 7.10. als Fanal und als vermeintlichen Freifahrschein, um noch lauter und aggressiver zu agieren. So waren auch in Deutschland die allermeisten Attentate der letzten Zeit antisemitisch motiviert, ob von links, rechts oder islamistisch. Dringend braucht es deshalb mehr staatliche Repression gegen jeden Antisemitismus. Auch in Stuttgart radikalisierte sich die propalästinensische Szene, verbreitet Boykottaufrufe und unterstützt antisemitischen Terror. Die DIG Stuttgart fordert deshalb das Palästinakomitee aus dem Forum der Kulturen auszuschließen, es von der Homepage der Stadt zu streichen und generell israelfeindliche Veranstaltungen im öffentlichen Raum zu verbieten.

Die Bundesregierung und andere europäische Staaten haben erklärt, die Gaza-Initiative der arabischen Staaten zu unterstützen. Sie stellen sich in dieser Frage also gegen Israel. Denn die arabische Initiative lässt die Hamas und die mit der Hamas verflochtene UNRWA unangetastet. Sie fordert nicht die Entmachtung der Hamas und auch nicht die Auflösung der UNRWA. Beides muss jedoch die Voraussetzung für ein Gaza-Abkommen sein. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert von der kommenden Regierung als ersten Schritt, die Gelder an die UNRWA sofort einzustellen!

Das Mullah-Regime im Iran

hat Israel letztes Jahr gleich zwei Mal direkt mit Raketen angegriffen. Es steckt fast sämtliche Ressourcen in die Vernichtung des jüdischen Staates. Es ist der Motor des Terrors gegen Israel. Und es ist motiviert von der antisemitischen Vernichtungsideologie. Der Iran besitzt bereits spaltbares Material für ein Dutzend Atombomben. Aktuell bietet Trump dem Regime Verhandlungen an. Gleichzeitig bereiten sich USA und Israel in gemeinsamen Manövern aber auch auf eine militärische Zerstörung des Atomprogramms vor. Das ist gut so. Denn ich bezweifle, dass die Mullahs sich mit einem „Deal“ locken lassen, genau so wenig wie sich Hamas-Anhänger mit der Aussicht auf eine „Riviera in Gaza“ ködern lassen. Islamisten geht es nicht um ein gutes Leben, sondern ums Töten von Juden. Aber wie auch immer: Das iranische Atombombenprogramm muss weg. Ob militärisch oder auf dem Verhandlungsweg, es muss weg! Und Deutschland muss endlich alle Kontakte zu diesem Regime abbrechen und es umfassend sanktionieren.

Wir fordern Frau Baerbock auf, wenigstens jetzt in ihren letzten Tagen als Außenministerin endlich auch Druck auf die Hamas zu machen, damit die Geiseln freikommen. Ich sage ausdrücklich Druck auf die Hamas, nicht auf Israel. Denn die Hamas ist verantwortlich für den Krieg und für die Toten auf israelischer und palästinensischer Seite. Auch ein Deutsch-Israeli befindet sich noch in Geiselhaft der Hamas. Also tun Sie etwas, Frau Baerbock! Für die Befreiung aller Geiseln!

Mahnwache 10.03.25


Wir erinnern wir an die noch immer in Gaza festgehaltenen Geiseln. Nach Bekanntwerden der Bedingungen der Geiselhaft zählt jeder Tag für die noch lebenden Geiseln. Die Dringlichkeit wurde durch den detaillierten Berich, den Eli Sharabi über die Misshandlungen und das Aushungerns in Geiselhaft abgelegt hat, nochmals unterstrichen.

Wir fordern die Freilassung aller Geiseln.
Bring Them Home NOW!

Mahnwache am Montag, den 10.03. auf dem Hospitalplatz | 16 Uhr

Wir trauern um die Menschen, die tot zurück nach Israel überführt und dort in den letzten Tagen bestattet wurden.

Wir trauern um Shiri, Ariel und Kfir Bibas. Wir haben mehr als 500 Tage gehofft, dass sie lebend zurückkehren. Nach ihrer Überführung wurde bekannt, dass sie in palästinensischer Geiselhaft brutal ermordet wurden.

Ihre Beerdigung haben wir unter Tränen verfolgt. Am Montag werden wir uns zusammenfinden, um ihnen in Stuttgart öffentlich zu gedenken. In Solidarität und Anteil nehmend am Schmerz. In Israel hat die Bevölkerung um Entschuldigung gebeten, nicht mehr getan zu haben. Die Familie hatte auch die deutsche Staatsbürgerschaft und auch wir müssen uns fragen, ob wir nicht hätten mehr tun können.
Das Mindeste, was wir noch machen können, ist ihnen in Stuttgart die Ehre zu erweisen.

Wir wollen auch gemeinsam um Shlomo Manzour trauern, der den Farhoud Pogrom im Irak überlebt hatte und am 7.10. im Alter von 85 ermordet wurde und dessen Leiche nach Gaza entführt wurde. Wir wollen auch um Oded Lifshitz trauern, einen Friedensaktivisten und Begründer von Nir Oz und um Ohad Yahalomi, der drei Kinder hinterlässt und um Itzik Elgarat, die alle lebend entführt und in palästinenischer Geiselhaft ermordet wurden. Und wir trauern um Tsachi Idan, dessen älteste Tochter Ma’ayan vor seinen Augen und den Augen seiner Frau und seiner beiden jüngeren Kinder am 7.10. ermordet wurde und der ebenfalls lebend entführt wurde und tot zurückgekehrt ist.

Wir rufen zu zahlreichem Erscheinen auf.
Israelfahnen, Blumen und Orange (Kleidung, Assecoires) sind ausdrücklich erwünscht.

Es reden Michael Kashi (IRGW), Bärbel Illi (DIG Stuttgart) und Stadtdekan Søren Schwesig. Es wird ein Grußwort von Angehörigen verlesen und ein Arrangement geben, um der Anteilnahme Ausdruck zu verleihen. 

Die Mahnwache wird organisiert von der DIG Stuttgart in Kooperation mit der IRGW und WIZO und der evangelischen Kirche Stuttgart.

Rückfragen unter info@dig-stuttgart.net

Resüme 2024

Resüme 2024:

Kampf gegen JEDEN Antisemitismus

Eines der Hauptanliegen der DIG Stuttgart im Jahr 2024 war der Kampf gegen antisemitische Akteure. 

Zu Beginn des Jahres skandalisierte die DIG Stuttgart die Spendensammlung des Palästinakomitee (PalKom) für Israelhass und Terrorunterstützung und stellte diese in eine Reihe antisemitischer Ausfälle des PalKom, die 2024 noch länger wurde. Zusammen mit dem Nachweis der Verbindungen des PalKom zur verbotenen Organisation Samidoun wirkte die DIG Stuttgart entscheidend daran mit, das PalKom als antisemitsichen Akteur und Bedrohung des friedlichen Zusammenlebens kenntlich zu machen. 
Darüber hinaus hat die DIG Stuttgart auch hinter den Kulissen Entscheidungsträger*innen in der Sache konsultiert.  

Unser Engagement gegen antisemitsiche Akteuere in Stuttgart mündete vorläufig in unserer Forderung an Politik und Zivilgesellschaft das Palästinakomitee auszugrenzen. Diese Forderung haben wir den demokratischen Fraktionen im Gemeinderat der Stadt zukommen lassen. 

Die DIG Stuttgart hat dazu aufgerufen nicht an der Kundgebung „Die rechte Welle brechen“ teilzunehmen und die Parole „from the river to the sea“ als Terrorkennzeichen einzustufen und die Förderer des Vereins „Flüchtlingskinder im Libanon“ angeschrieben mit der dringenden Bitte auf den Verein einzuwirken ihre Israel dämonisierende Nakba Ausstellung nicht mehr zu zeigen. 

Die DIG Stuttgart hat mit der DIG Freiburg eine Kampagne gegen die Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan initiiert und an dieser festgehalten. Wir werden auch 2025 nicht ruhen, bis diese Städtepartnerschaft beendet ist. Auch bei dieser Kampagne sind wir öffentlich und hinter den Kulissen aktiv. 

Wir werden 2025 den Kampf gegen antisemitische Akteuer verstärken und dazu in Stuttgart auch an die Uni gehen. 

Stände

Das Herzstück der Arbeit der DIG Stuttgart waren auch 2024 die Infostände jeden Monat von April bis Oktober in der Königstr., bei verschiedenen Veranstaltungen und beim Festival der Kulturen im Juli. Für die israelsolidarische Präsenz im öffentlichen Raum hat sich in der DIG Stuttgart ein Team gebildet, dem der größte Respekt dafür gebührt, auch in schwierigsten Zeiten Aufklärungsarbeit im Herzen der Stadt geleistet zu haben. Das Team freut sich über Verstärkung info@dig-stuttgart.net

Solidaritätsreise

Die Solidaritätsreise der DIG Stuttgart und der DIG Gießen fand in der Woche vom 10.3. bis zum 17.3.  statt. Die Delegation besuchte Orte im Kriegsgebiet und betroffene Menschen. Die Delegation ließ sich den Horror des 7.10. bezeugen und den nicht endenden Alptraum. Vor allem suchte die Delegation Menschen auf, die Israel verteidigen und Menschen, die das Land mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement retten. Uns ist wichtig, der israelischen Seite, die kaum vernommen wird, Gehör zu verschaffen!  Wir haben die Reise und die Treffen mit Überlebenden des 7.10., Reservisten, Funktionären, Angehörigen von Gefallenen und Ermordeten, Evakuierten und Entführten und vielen freiwillig Engagierten ausführlich dokumentiert.

Auf HaGalil erschien ein Artikel über unserer Reise.

Wir engagieren uns dafür Freiwillige für die Einrichtung ADI Negev zu vermitteln und vermitteln Freiwilllige für den Wiederaufbau der Kibbutzim im Westlichen Negev.   

Wir rufen zu Weihnachten dazu auf das Engagement von Achim LeNeshek und v.A. Maccabi Ramat Yitzhak zu unterstützen. Artikel über Maccabi Ramat Yitzhak und Spendenadresse.

Israeltag

Am 8.5. fand der Israeltag auf dem Schlossplatz statt. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hatte die Schirmherrschaft und hat ein Grußwort gesprochen. Weitere Redner*innen waren die Generalkonsulin Talya Lador-Fresher, Michael Kashi (IRGW), Rabbiner Pushkin (IRGW), Anna Staroselski (DIG), der Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume, Claudia Rugart (SCORA), Johannes Merker (Denkendorfer Kreis) und Elina Schnaper von der Jüdischen Studierendenunion Württemberg. 

Bilder  vom Israeltag 2024 hier

2025 findet der Israeltag am 5.5. statt

Stimmen aus Israel 

Am 28.2. fand der zweite Panel mit Gisela Dachs (Israel Korrespondentin)
Chaya Tal (Siedlungsblock Gush Etzion) und Ralph Lewinsohn (Kfar Aza) statt. 

Am 6.10. veranstaltete die DIG Stuttgart mit der DIG Köln, der DIG Gießen und dem Solidaritätsverein Nir Oz den dritten Panel „Stimmen aus Israel“ mit direkt Betroffenen des 7.10. Am panel haben teilgenommen:
 Chanan Cohen (Nir Oz), der Bruder der ehemalige Geisel Margalit Moses und der Schwager von Gadi Moses, der sich noch in palästinensischer Geiselhaft befindet 
 Ricarda Louk (Mutter von Shani Louk)
 Ralph Lewinsohn (Kfar Aza)
 Martin Sessler (Magen)
 Dina Rahamim (ADI Negev – Nahalat Eran)   

Für den dritten Panel lagen 170 Anmeldungen vor, aufgrund der Zoom Beschränkung konnten aber nur 100 dabei sein. 

Am 14.1. wird der vierte Panel „Stimmen aus Israel“ stattfinden. 

Mahnwachen und Kundgebungen

Im Januar unterstützte die DIG Stuttgart eine Kundgebung der JSUW für Demokratie, Vielfalt und Freiheit und Bärbel Illi sprach ein Grußwort bei der Kundgebung „In Vielfalt gegen rechte Hetze“.

Am 7.4. – ein halbes Jahr nach den Massakern – initiierte die DIG Stuttgart ein breites Bündnis  (DIG, IRGW, JSUW,  Denkendorfer Kreis, SCORA, GCJZ, ICEJ und die evangelische Landeskirche) für eine eindrucksvolle Mahnwache auf dem Hospitalhof, die an die Geiseln erinnerte und deren Freilassung forderte.

Bilder der Mahnwache hier.

Zum Ende der Sommerferien hatte DIG Stuttgart Gil Siegel zu Gast, dessen Eltern in den Gazastreifen entführt wurden. Aviva Siegel kam nach 51 Tagen Geisehaft frei, Keith Siegel befindet sich noch dort. Gil gab uns einen ergreifenden Einblick in den Alptraum, den die Fanilien der Geiseln durchmachen und  und in ihren vielschichtigen Kampf um ihre Freilassung.

Am Jahrestag der Massaker rief die DIG Stuttgart, zusammen mit IRGW, JSUW, Denkendorfer Kreis, JuFo der DIG Stuttgart, Keren HaYesod, CSI, GCJZ, Emanzipation und Frieden, KKL JNF, WIZO, Konsulat des Staates Israel in München, SCORA zur Kundgebung „Solidarität mit Israel und der jüdischen Gemeinde. Gegen jeden Antisemitismus!“ auf den Marktplatz. Rund 800 Menschenkamen bei strömendem Regen zusammen, um der Opfer zu gedenken, an die Geiseln zu erinnern und der jüdischen Gemeinde zur Seite zu stehen. Es sprachen Vertreter*innen der Jüdischen Gemeinde, israelsolidarischer Gruppen, der jüdischen Studierendenunion, der Kirchen, der Antisemitismusbeauftragte u.A. 

Bilder und Redebeiträge der Kundgebung am 7.10. hier

Veranstaltungen

Am 20.3. veranstaltete die DIG Stuttgart in Kooperation mit SCORA und GCJZ Stuttgart eine online Veranstaltung mit Julia Bernstein zu israelbezogenem Antisemitismus und Fake News

Am 24.4. hatte die DIG Stuttgart Stephan Grigat im Haus der Geschichte zu Gast. Thema war Historie und Gegenwart deutscher Außenpolitik gegenüber Israel und Iran und der Vortrag mit anschließender Diskussion zählte mehr als 100 Teilnehmer*innen. 

Im Sommer waren Mitglieder der DIG Stuttgart bei SCORA meet 2024 als Freiwillige dabei.

Die DIG Stuttgart hat das hochkarätig besetztes historisches Symposium „Entwicklung der Einstellungen zu Israel seit der Staatsgründung“ am 11.11. im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen unterstützt.  

Bei der Veranstaltung „Der Judenhass: Eine Geschichte ohne Ende?“ mit Sebasian Voigt am 27.11. in Tübingen kooperierte die DIG erstmals mit dem Bündnis für Israel und gegen Antisemitismus Tübingen. Wir werden die Kooperation 2025 mit einer Veranstaltung an der Uni Tübingen weiterführen. 

Am 7.12. war das Junge Forum der DIG Stuttgart Mitveranstalterin bei Youth Against Antisemitism

Zum Jahresende hatten wir am 11.12.  einen auserordentlich niveau- und gehaltvollen Vortrag zu Oneg Shabat in Kooperation mit SCORA und GCJZ mit Anita Borkowska. 

Ausflug

Am 12.5. fand ein Ausflug nach „Warmaisa – Klein Jerusalem am Rhein“ statt, der unsere (hohen) Erwartungen übertroffen hat. Auch 2025 wird es einen Ausflug geben. 

Gemeinsam sind wir stark

Unser Dank gilt unseren Partner*innen, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, sich erfolgreich gegen Antisemitismus und für Israel zu positionieren. Im Besonderen der IRGW, dem Förderverein Emanzipation und Frieden, SCORA, dem Denkendorfer Kreis, der JSUW, dem KOMMA, der GCJZ, dem Bündnis für Israel und gegen Antisemitismus Tübingen, WIZO, CSI, KKL, Keren HaYesod, Partnerschaftsverein Weinheim Ramat Gan, Solidaritätsverein Nir Oz u.A. 

Die DIG Stuttgart vermeldet für das Jahr einen enormen Zuwachs und zählt heute weit mehr als 300 Mitglieder. Nie Wieder ist heute! – Mitglied werden bei der DIG Stuttgart! 

Stimmen aus Israel

14.01. | 19 Uhr | online


Anmeldung: info@dig-stuttgart.net

Im vierten Teil des Formats haben wir vier Deutsch sprechende Israelis zu Gast, die den Raketenterror gegen den Norden des Landes seit dem 7.10. als Betroffene erlebt haben, uns über die verschiedenen Aspekte des Alltags unter Feuer im Kriegsgebiet berichten, und und die Herausforderungen heute schildern.
Wir veranstalten den Panel mit unseren Partnern vom Freundeskreis Weinheim Ramat Gan und stellen einen Verein vor, der sich um Evakuierte aus der Grenzstadt Kiriat Shmona kümmern.


Nurit Katziry (Kibbutz Sha’ar HaGolan) lebt seit 1964 im grenznahen Kibbutz und erlebte dabei Angriffe, Kriege und erfolgreiche Verteidigung. Nurit leitete 25 Jahre lang das Hotel von Sha’ar HaGolan

Aline Rotschild (Ma’alot Tarshiha) lebt seit Oktober 2020 mit ihrem Mann und 4 Kindern ca. 10 km von der libane

sischen Grenze entfernt. Aline arbeitet als Englischlehrerin an einer Sonderschule.

Alon David (Kibbutz Dan) ist Journalist und Aktivist an der libanesischen Grenze im Norden Israels und setzt sich dafür ein, die Realität der Menschen vor Ort sichtbar zu machen.

Joel Bloch (Shavei Zion) ist 1956 als Sohn des Bürgermeisters in Shavei Zion geboren. Sein Vater organisierte die erste Delegation von Israelis nach Deutschland nach dem Krieg auf Einladung der Stadt Stuttgart und war Begründer der Partnerschaft Shavei Zion – Stuttgart. Joel ist seit bald 50 Jahrren im Tourismus tätig.


Albrecht Lohrbächer (Weinheim) engagiert sich seit Jahrzehnten für den dt. isr. Austausch und die faire Darstellung Israels in den Medien und ist der einzige nicht-israelische Ehrenbürger der Stadt Ramat Gan. Albrecht ist Vorsitzender des Freundeskreis Weinheim Ramat Gan und hat seit dem 7.10. viel praktische Solidarität organisiert.


Maccabi Ramat Yitzhak aus Ramat Gan kümmert sich um Evakuierte aus der Stadt Kiriat Shmona und das VEreinsengagement wird im Lauf der Veranstaltung vorgestellt. https://www.hagalil.com/2024/11/maccabi-ramat-yitzhak/