Vortrag: 100 Jahre Sykes-Picot-Abkommen – Ursünde in Nah-Ost?

Vortrag und Diskussion mit Heribert Schmitz

Zeit: Donnerstag, 15. September 2016, 19 Uhr

Ort: Forum 3 e.V., Gymnasiumstraße 21, 70173 Stuttgart

Eintritt: frei

„Der Syrien-Konflikt ist das Ende einer Ordnung, die nach dem Ersten Weltkrieg mit der Aufteilung des Nahen Ostens unter dem Sykes-Picot-Abkommen begann“.

Dies sagt Martin Erdmann, der deutsche Botschafter in der Türkei. Nicht nur Erdmann denkt nach in diesen Monaten über das Sykes-Picot-Abkommen, dessen Unterzeichnung am 16. Mai vor einhundert Jahren stattgefunden hat. Die vom britischen Diplomaten Sir Mark Sykes und seinem französischen Kollegen Francois Georges Picot ausgehandelte Vereinbarung teilte das Osmanische Reich in eine britische und eine französische Einflusssphäre. Die Folgen und das absehbare Ende der Weltordnung im Nahen Osten beschreibt Heribert Schmitz in seinem Vortrag „100 Jahre Sykes-Picot – Ursünde in Nah-Ost!?“

Auf seiner mehrmonatigen Tramptour 1966 durch Länder des Nahen Ostens kam Heribert Schmitz praktisch mit den Auswirkungen des Sykes-Picot-Abkommens in Berührung. Diese Gegend und seine Geschichte ließen ihn dann nicht mehr los. 2007 gründete er die Arbeitsgemeinschaft Nürnberg-Mittelfranken innerhalb der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Der Betriebswirt genießt heute seinen Ruhestand.

Anschließend laden wir Sie ein zu Häppchen und Saft.

Frieden erfordert den Israelhass zu beenden! – Offener Brief an die evangelische Akademie Bad Boll

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind besorgt über die Stoßrichtung Ihrer Tagung „Ist Frieden möglich? Zur Situation der Menschenrechte in Nahost“ im Juli 2016. Dass die Akademie für die Interessen einer bestimmten Gruppe wirbt, ist legitim. Dass die Tagung versucht, negative Emotionen gezielt gegen Israel und nur gegen Israel zu mobilisieren, halten wir aber für zutiefst unmoralisch.

Die Palästinenser brauchen in der Tat Unterstützung. Ihr Menschenrecht auf Leben wird tausend- fach missachtet in Nahost. Wir erinnern an die Fassbomben, die Assad auf das palästinensische Yarmuk-Camp in Syrien werfen ließ. An die Palästinenser, Männer, Frauen und Kinder, die von der Hamas als menschliche Schutzschilder missbraucht wurden, als Israel sich gegen Raketen aus Gaza wehren musste. An die Palästinenser in Gaza, die wegen angeblicher Kollaboration von der Hamas auf offener Straße erschossen wurden.

Ganz im Gegensatz zur Universalität der Menschenrechte richtet sich der Blick der Tagung nur auf vermeintliche Menschenrechtsverletzungen Israels und lässt das mörderische Treiben der Dschihadisten in Syrien, Gaza und Israel unkommentiert.
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Vortrag: Der Israelsonntag im Kirchenjahr

Vortrag und Diskussion mit Pfarrer Roland Spur

Zeit: Mittwoch, 13. Juli 2016 um 19 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel)

Eintritt: frei

Der Israelsonntag ist ein Sonntag im evangelischen Kirchenjahr, der das Verhältnis von Christen und Juden zum Thema hat. Er wird am zehnten Sonntag nach Trinitatis, also elf Wochen nach dem Pfingst-fest begangen. In diesem Jahr fällt er auf den 31. Juli 2016.

Der Israelsonntag böte der Kirche die Chance, sich mit ihrer Erbsünde zu befassen. Warum wird diese Gelegenheit so wenig genutzt? Jesus sagt in Johannes-Evangelium Kapitel 4, im Vers 22: „Das Heil kommt von den Juden.“ Auch diese Aussage wäre ein lohnenswertes Thema am Israelsonntag.

Pfarrer Roland Spur wird in seinem Vortrag auf die historischen und theologischen Zusammenhänge eingehen.

Offener Brief zur Causa Gedeon

Offener Brief an die Präsidentin des Landtags Baden-Württemberg, Frau Muhterem Aras, und
an den stellvertretenden Präsidenten des Landtags BW, Herrn Wilfried Klenk

 

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, sehr geehrter Herr Landtagspräsident,

im Landtag von Baden-Württemberg sitzt ein Abgeordneter, der sich offen antisemitisch äußert.
Wir bitten Sie zu prüfen, ob die Aussagen von Herrn Dr. Wolfgang Gedeon MdL, AfD, den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen und ob ggf. seine Immunität aufzuheben ist.
Wir bitten Sie ihm zu untersagen sich in- und außerhalb des Landtags antisemitisch zu äußern.
Wir erwarten, dass der Landtag den Verschwörungsaussagen von Herrn Gedeon öffentlich widerspricht und sie als Demokratie gefährdend verurteilt.

Dr. Wolfgang Gedeon MdL, AfD, verbreitet in seinem Buch „Der grüne Kommunismus und die Diktatur der Minderheiten“ ein zentrales Topos des Antisemitismus, – die Juden seien selber schuld am Antisemitismus: „Könnte es vielleicht sein, dass, wie der Jude L. Deutsch schreibt, die Juden genügend Gründe für die ihnen entgegengebrachten Feindseligkeiten geliefert haben?“ Zitiert nach Jan Riebe: Wie antisemitisch ist die AfD?

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Bericht vom Israeltag 2016

Bei strahlendem Sonnenschein feierten am 4. Mai 2016 auf dem Schlossplatz mehrere Hundert Stuttgarterinnen und Stuttgarter den 68. Geburtstag Israels. Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler, der Zemer-Chor und das Ensemble Roman Kuperschmidt gratulierten mit ihren musikalischen Beiträgen. Unter Anleitung von Avi Palvari wurde ausgiebig Hora getanzt.

 

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