Konzert: Israelisch-deutsches Begegnungskonzert: DIE TELEMÄNNER

Hinweis auf eine Veranstaltung unserer Freunde der GEDOK Stuttgart:

 

Das Jugend-Barockorchester „Die Telemänner“ der GEDOK Stuttgart e.V. ist Preisträger des 1. Preises beim Summa cum Laude-Wettbewerb in Wien 2018

Zeit: Sonntag, 4. November 2018, 18 Uhr

Ort: Liederhalle Stuttgart (Berliner Platz), Mozartsaal

Eintritt: Frei (Spenden willkommen)

Veranstalterinnen: GEDOK Stuttgart e.V.

Leitung: Michael Gaisler (Jerusalem), Steffi Bade-Bräuning (Stuttgart)

 

Werke von Bach, Telemann, Holst, Bartok, Toth, Balakrishnan, Oleg Bogod (Deutsche Erstaufführung) sowie Traditionals

Die Telemänner sind ein aufstrebendes Jugendensemble der Region Stuttgart. Sie bestehen aus Musikern im Alter von 11-18 Jahren und haben sich in diesem Jahr einen ersten Preis im europäischen Summa cum Laude-Wettbewerb „mit exzellenter Teilnahme“ erspielt. Als Gastdirigent wird Michael Gaisler aus Jerusalem das Orchester gemeinsam mit Steffi Bade-Bräuning dirigieren. Zu hören sind barocke und moderne Musik sowie israelische und deutsche Traditionals. Eine deutsche Erstaufführung ist das Werk „Yerushalayim de Lita“ von Oleg Bogod.

Im Schnellzug aus der Hölle – Porträt unseres Mitglieds Pavel Hoffmann

„Ich weiß nicht, wer mein Schutzengel im Lager war“, sagt Pavel Hoffmann.

(Foto: Andreas Reiner, Berner Bundesarchiv)

Im Februar 1945 spielen sich im KZ Theresienstadt seltsame Szenen ab: 1200 inhaftierte Juden stehen mit Handgepäck am Bahnsteig, der Lagerkommandant hält eine Abschiedsrede, dann treten die ratlosen Passagiere ihre von Himmler befohlene Fahrt in die Freiheit an. Mit an Bord: das Waisenkind Pavel Hoffmann.

Von Robin Szuttor

(Erschienen am 14. September 2018 in der Stuttgarter Zeitung, hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors und der StZ.)

Am Nachmittag des 5. Februar 1945 nimmt im KZ Theresienstadt eine schier unglaubliche Geschichte ihren Lauf. Normalerweise werden hier alle zwei Wochen Hunderte Häftlinge in Waggons getrieben und wie Vieh zu den Gaskammern der Vernichtungslager gekarrt. Doch dieses Mal sind die Weichen anders gestellt. Freundliche SS-Männer begleiten 1200 Juden auf ihrer Reise in den Süden via Nürnberg bis zum Bodensee. Im Schnellzug durch das zerstörte Deutschland. Freie Fahrt für KZ-Gefangene.

„Sie werden jetzt entlassen aus dem Deutschen Reich“, heißt es an der Grenze. Die Passagiere sollen ihre aufgenähten gelben Sterne von den Kleidern entfernen. Die Frauen bekommen Lippenstift ausgeteilt, die Männer rasieren sich. Frisch herausgeputzt für die Freiheit fahren sie mit der Schweizer Bahn nach St. Gallen. An Bord ist auch der sechsjährige Pavel Hoffmann.
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1948. Die Ausstellung: Reutlingen – Esslingen – Stuttgart

 

Foto: Government Press Office (Israel)
CC BY-SA 3.0

Am 14. Mai 1948 ruft David Ben Gurion den demokratischen und jüdischen Staat Israel aus. Wenige Stunden später greifen mehrere arabische Staaten an. Ihr Ziel: die vollständige Vernichtung Israels. Wie kam es zur Staatsgründung? Wer schürte die Feindschaft zwischen Juden und Arabern in Palästina? Welche Rolle spielten die Briten, die UN und der Mufti von Jerusalem? Was wollten die Nazis in Palästina?

32 Tafeln geben einen vertieften historischen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse. Bilder, Dokumente und Zeitzeugen werden im Kontext präsentiert. In einem weiten Bogen von den Römern im Jahre 70 bis zum Waffenstillstand 1949 werden die Staatsgründung Israels und ihre Vorgeschichte erzählt.

Erarbeitet wurde die Ausstellung von DEIN e.V. – Demokratie und Information, gefördert vom Zentralrat der Juden in Deutschland.

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