Grußwort von Landtagspräsidentin Muhterem Aras zum Israeltag

Die Präsidentin des baden-württembergischen Landtags, Muhterem Aras, ist in diesem Jahr Schirmherrin unseres Israeltages. Ihr Grußwort an unsere Gäste:

 

Muhterem Aras

(Quelle: Landtag von Baden-Württemberg)

Liebe Gäste des Israeltags 2018 in Stuttgart,

ich sage herzlichen Glückwunsch Israel, masel tov, zum 70. Geburtstag.

Das Land, seine Menschen, seine Wirtschaft gelten als dynamisch, einfallsreich, risikobereit – eine Gesellschaft mit einer ausgeprägten Start-Up-Kultur. So lautete auch der Tenor eines deutsch-israelischen Wirtschaftsforums vergangenes Jahr im Landtag. Vertreterinnen und Vertreter baden-württembergischer wie israelischer Unternehmen haben in unserem Haus über die Herausforderungen der Digitalisierung diskutiert. Sie haben zudem grundsätzlich erörtert, wie aus den unterschiedlichen Stärken und Ansätzen erfolgreiche Partnerschaften entstehen können. Ein spannender, zukunftsweisender Austausch.‘

Im Januar hat der Landtag der Opfer des Holocaust gedacht. Eine würdige Veranstaltung, in der wir uns auch mit altem und neuem Antisemitismus auseinandergesetzt haben. Die Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden zeigt sich teilweise vollkommen offen oder im Gewand einer „legitimen Israelkritik“. Doch am Ende bleibt es nur blanker Hass gegenüber unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Dem setzen wir eine lebendige Erinnerungskultur entgegen, die uns immer wieder die Bedeutung unserer demokratischen Grundwerte vor Augen führt.

Beides, das Gedenken wie der Austausch zu Zukunftsfragen, prägen unser Verhältnis zu Israel. Beides gibt Anlass zur Begegnung. Der Israeltag 2018 in Stuttgart ist eine weitere Gelegenheit dazu.

Herzliche Grüße,
Muhterem Aras, MdL
Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg

Israeltag 2018 auf dem Stuttgarter Schlossplatz

Wir feiern 70 Jahre Wiedererlangung der Unabhängigkeit Israels!

 

Zeit: 7. Juni 2018, 16 Uhr bis 21 Uhr

Ort: Stuttgart, Schlossplatz

Eröffnung: Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW)

Flugblatt: Vorderseite, Rückseite

Gefördert durch:

 

Schirmherrschaft

  • Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates Israel
  • Muhterem Aras, Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg
  • Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Prof. Barbara Traub M.A., Susanne Jakubowski, Michael Kashi, Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW)

 

Grußworte

  • Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates Israel
  • Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Hellmut Königshaus, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG)
  • Netanel Wurmser, Landesrabiner von Württemberg
  • Jonathan Elkhoury, Reservists on Duty Israel, Koordinator der Projekte für Minderheiten

 

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Audio: Lässt sich Irans Atombewaffnung noch verhindern?

Vortrag gehalten am 17.01.2018 von Matthias Küntzel auf einer Veranstaltung der DIG Stuttgart – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Die Zukunft des Atomdeals, den die UN-Vetomächte und Deutschland im Juli 2015 mit Iran vereinbarten, ist offen. Für Berlin und die EU handelt es sich um einen „historischen Erfolg der Diplomatie“, der um jeden Preis zu verteidigen sei. Die Trump-Administration bezeichnet den Deal hingegen als „eines der schlechtesten Abkommen“, dem die USA je beigetreten seien. Sie wird hierbei von Israel und mehreren arabischen Staaten unterstützt.
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Audio: Gefährliche Tendenzen – Antisemitismus im Deutschrap

Vortrag gehalten am 09.12.2017 von Konstantin Nowotny auf der Veranstaltung Youth Against Antisemitism des Jungen Forums der DIG – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

„Jude“ ist wieder ein gängiges Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen, parallel hat sich Hip-Hop zur zweifellos einflussreichsten deutschen Jugendkultur überhaupt entwickelt. Rapper wie Bushido, Kollegah und Haftbefehl gehören zu den ganz Großen, sie prägen nicht nur die Sprache sondern unter Umständen auch das Weltbild ihrer HörerInnen. Neben viel Bad-Boy-Image gab es unter anderen bei diesen Dreien in der Vergangenheit Diskussionen um eventuelle antisemitische Tendenzen. Bushidos Twitter-Profl schmückt eine Landkarte, von der Israel verschwunden ist; Kollegah hat auf Druck des Zentralrats der Juden ein Konzert absagen müssen und Haftbefehl erklärte in einem Interview, wie er als Jugendlicher annahm, das „alles, was mächtig ist und reich“ aus einer „beschränkten Sicht jüdisch“ sei. Der Vortrag zeigt auf, wo platter Antisemitismus oder antisemitische Tendenzen in Sprache und Bildern aktueller deutscher Hip-Hop-Künstler Einzug gehalten haben. Anschließend soll ein Erklärungsversuch unternommen werden, wieso Antisemitismus gerade jetzt und gerade in diesem Genre ein Comeback erlebt.

Konstantin Nowotny ist Student und freier Journalist aus Leipzig. Er schreibt seit einigen Jahren unter anderem für den „Freitag,“ die „Welt“ und die „Jüdische Allgemeine“. In den letzten beiden Zeitungen erschien von ihm 2016 und 2017 jeweils ein Text, der sich mit Antisemitismus im Deutschrap befasste.

 

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