DIG-Exkursion nach Augsburg

am Sonntag, 25. Juni 2017

 

„In diesem Jahr feiert die (Augsburger) Synagoge ihr 100-jähriges Bestehen – in Deutschland eine Seltenheit: Fast alle jüdischen Gotteshäuser wurden in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört. Die meisten Neubauten entstanden erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese Ausnahme wird in der schwäbischen Bezirkshauptstadt mit einem fast dreimonatigen Programm entsprechend gefeiert.“

So beginnt der lesenswerter Artikel „Eine Zierde der Stadt“ von André Paul in der Jüdischen Allgemeinen am 6. April 2017. Das ist ein willkommener Anlass für unsere diesjährige DIG-Exkursion nach Augsburg. Aber auch die übrige Innenstadt bietet uns genügend gute Gründe für einen interessanten Ausflug dorthin. Nicht zuletzt wollen wir auch mit dem Vorstand der DIG Augsburg-Schwaben ins Gespräch kommen, wenn möglich auch mit einem Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben, aus deren Reihen ja eine Stiftung gegründet wurde, die Trägerin des „Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben“ in einem Seitenflügel der Synagoge ist. Das Museum veranstaltet für uns am späten Vormittag eine eigene Führung „Jüdisches Augsburg mit Synagoge“, ein informativer Stadtrundgang ab dem Rathaus, der uns die Geschichte der Juden in Augsburg bis hin zur Deportation und Vertreibung, aber auch die jüdische Gemeinde von heute und ihre zeitlos schöne Synagoge erschließt.

Danach essen wir zusammen im Ratskeller zu Mittag und kommen unter einander und mit dem Vorstand der DIG Augsburg ins Gespräch.

Danach besteht die Möglichkeit einer Erkundung der Innenstadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust bzw. in Kleingruppen.
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Vortrag: Als Freiwillige im Kibbuz Nes Ammim

Vortrag von Annedore Wittum

 

Zeit: Dienstag, 6. Juni 2017, 18:30 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel), Stadtbahn- und Bushaltestellen Charlottenplatz, Rathaus, Olgaeck

Eintritt: 5 Euro, für Mitglieder der Veranstalterinnen Eintritt frei.

 

Mit dem Aufenthalt in dem christlichen Kibbuz Nes Ammim habe ich mir den Wunsch erfüllt, länger und auf mich allein gestellt als Senior-Freiwillige in Israel zu leben und zu arbeiten. Es hat lange gedauert, bis ich eine Institution gefunden habe, die es älteren Menschen ermöglicht für drei Monate in Israel Freiwilligenarbeit zu leisten. Da ich Familie habe, war mir ein Aufenthalt von sechs Monaten zu lang.
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Offener Brief: Protest gegen die Filmvorführung „Roadmap to Apartheid“

Das Stuttgarter Theater tri-bühne führt am heutigen Abend den Film Roadmap to Apartheid vor, der Israel in einseitiger und unverantwortlicher Weise dämonisiert, um auf seine Delegitimierung hinzuwirken und Boykotte gegen den jüdischen Staat zu rechtfertigen. Wir haben mit einem Offenen Brief gegen die Vorführung protestiert.


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir protestieren gegen die Filmvorführung „Roadmap to Apartheid“ am 11.5.17 in Ihrem Hause.

Schon der Filmtitel lässt keinen Zweifel daran, welche altbekannten israelfeindlichen Zerrbilder und Klischees hier verbreitet werden sollen; Israel wird als rassistischer Unrechtsstaat in der Tradition des segregierten Südafrika dargestellt. Nicht zuletzt angesichts eines Klimas weltweit und leider eben auch hierzulande zunehmender antisemitischer Übergriffe halten wir die Verbreitung solcher Verleumdungen unter dem Deckmantel der „Israelkritik“ für absolut unverantwortlich.
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Keine Unterstützung für Israel-Boykotte! – Offener Brief an Ministerpräsident Kretschmann

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,

wir haben uns gefreut, dass Sie die Schirmherrschaft des Israeltags in Stuttgart übernommen haben und dass Sie mit baden-württembergischen Firmen nach Israel reisten, um Start-ups zu besuchen und Kontakte zu knüpfen. Befremdet hat uns, dass Sie am letzten Tag Ihrer Reise in Bethlehem dem Hochschulpräsidenten und gleichzeitigen Chef der christlich-palästinensischen Boykott-Kampagne, Dr. Mitri Raheb, einen Scheck über 30.000 € überreichten. Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Israel und Boykott Israels, wie passt das zusammen?

Mitri Raheb verfasste das „Kairos-Dokument der Christinnen und Christen in Palästina“. Es ruft auf, „sich für den Rückzug von Investitionen und für Boykottmaßnahmen der Wirtschaft und des Handels gegen alle von der Besatzung hergestellten Güter einzusetzen“. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat das Papier bereits bei seiner Veröffentlichung 2010 kritisiert, weil es sich für wirtschaftliche Sanktionen gegen Israel und in der Konsequenz auch gegen das Existenzrecht Israels ausspricht und mit scheintheologischen Argumenten Stimmungsmache gegen Israel betreibt.
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