Audio: Zur Psychoanalyse des Antisemitismus

Vortrag gehalten am 23.09.2019 von Dr. Sebastian Winter auf einer Veranstaltung des Jungen Forums der DIG Stuttgart in Kooperation mit dem Koordinierungsrat der GJCZ – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Antisemitismus ist nicht nur „Vorurteil“. Er ist eine affektive Haltung, die es erlaubt, gegen „die da oben“ scheinbar zu rebellieren und sich dabei einzufügen in eine als konfliktfrei imaginierte (völkische) Gemeinschaft. Den unbewussten Dynamiken hinter der antisemitischen Haltung soll auf dieser Veranstaltung mit psychoanalytisch-sozialpsychologischen Theorien nachgegangen werden.

Dr. Sebastian Winter verwaltet derzeit eine Professur an der Hochschule Hannover. Er ist Mitglied der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie und Mitherausgeber der Zeitschrift „Freie Assoziation“.

Online-Vortrag: Zur Psychoanalyse des Antisemitismus

Vortrag von Dr. Sebastian Winter
 
Zeit: Mittwoch, 23. September 2020, 19 Uhr
Ort: Online
 
Veranstalterinnen: Junges Forum der DIG Region Stuttgart e.V., Deutscher Koordinierungsrat der GCJZ, Haus der katholischen Kirche Stuttgart, Emanzipation und Frieden e.V.
 
Anmeldung: Bitte per E-Mail an bastian.witte@dig-stuttgart.net

 

Antisemitismus ist nicht nur „Vorurteil“. Er ist eine affektive Haltung, die es erlaubt, gegen „die da oben“ scheinbar zu rebellieren und sich dabei einzufügen in eine als konfliktfrei imaginierte (völkische) Gemeinschaft. Den unbewussten Dynamiken hinter der antisemitischen Haltung soll auf dieser Veranstaltung mit psychoanalytisch-sozialpsychologischen Theorien nachgegangen werden.

Dr. Sebastian Winter verwaltet derzeit eine Professur an der Hochschule Hannover. Er ist Mitglied der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie und Mitherausgeber der Zeitschrift „Freie Assoziation“.

Pressemitteilung: Friedensschluss zwischen den VAE und Israel ist historischer Schritt hin zu Frieden und Sicherheit

Der Bundesverband der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hat den Friedenschluss zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel als „histortischen Schritt hin zu Frieden und Sicherheit bezeichnet“. Die Pressemitteilung im Wortlaut:

„Dies ist ein historischer Schritt mit enormen Chancen für die künftige Entwicklung der gesamten Nahost-Region. Der Friedensschluss zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und damit die offizielle Anerkennung Israels durch die VAE ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten. Das Abkommen ist ein weiterer Beleg für den aufrichtigen Friedenswillen Israels. Am Zug sind jetzt die Unwilligen, die ihre eigene Unfähigkeit zum Kompromiss jahrzehntelang der israelischen Seite in die Schuhe geschoben haben. Wo Frieden gewollt ist, ist dieser auch möglich. Dies zeigen Israel und die VAE mit ihrer Vereinbarung“, so äußerte sich heute der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker.

„Die langsame und eher inoffizielle Annäherung einzelner arabischer Staaten gegenüber Israel in den zurückliegenden Jahren kann nun auch auf offizieller Ebene ausgebaut werden, was die Sicherheit und Stabilität in der gesamten Region erhöhen kann. Gleichzeitig kann dieses Abkommen einen Schub für die wirtschaftliche Kooperation und damit für die Prosperität der Region in Zeiten auch des wirtschaftlichen Umbaus des arabischen Raums in den kommenden Jahren bedeuten“, erklärte DIG-Präsident Uwe Becker.

„Die starke Rolle, die die Vereinigten Staaten von Amerika beim Zustandekommen dieses Abkommens eingenommen haben, verdient Dank und Anerkennung und sollte für die Europäische Union ein Grund des Ansporns in der eigenen Nahost-Politik sein. Die barsche Reaktion der Palästinensischen Seite auf dieses Abkommen entlarvt den fehlenden Friedenswillen von Mahmoud Abbas. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat sich in der vermeintlichen Opferrolle eingenistet und will diesen Status ganz offensichtlich nicht aufgeben. Die EU sollte jetzt endlich den notwendigen Druck auf die PA ausüben und diese dazu bewegen, mit eigenen Friedensvorschlägen an den Verhandlungstisch mit Israel zu kommen. Die Europäischen Hilfen an die PA müssen künftig klar mit der Forderung nach Verhandlungen verbunden werden, nur diese Sprache scheint man in Ramallah zu verstehen“, so DIG-Präsident Uwe Becker abschließend.

Berlin, den 14. August 2020

Audio: Schlafstunde und Zionismus – über deutsche Juden in Israel

Vortrag gehalten am 22.07.2020 von Oliver Vrankovic, live aus Israel – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Ein Vortrag über die Jeckes; jene deutschen und kulturdeutschen Juden, die in den 30er Jahren nach Palästina geflüchtet sind und zu Mitbegründern des Staates Israel wurden. Sie sind vor den Deutschen nach Palästina geflüchtet, bevor ihnen ihre Heimat zur Mördergrube ohne Entrinnen werden konnte.

Obwohl ihnen Deutschland für immer verleidet wurde, kam es für die deutschen Juden nach ihrer Auswanderung zu keinem Ablösungsprozess von ihrem kulturellen Erbe. Die heute Hochbetagten trafen in jungen Jahren auf ein von osteuropäischen Pionieren dominiertes jüdisches Gemeinwesen, das ihnen viel Argwohn entgegenbrachte. Der Wechsel von der deutschen in die eretz-israelische Heimat verlief als schwieriger Prozess von Negation und Affirmation. Trotz ihrer holprig verlaufenden Integration haben die Jeckes überproportional viel zur gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des jüdischen Gemeinwesens und später des jüdischen Staates beigetragen. Israel wurde durch die deutschen und kulturdeutschen Juden erkennbar geprägt.

Aus den Einwanderern aus Deutschland wurden Israelis. Israelis, die Deutsche geblieben sind.
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