{"id":4026,"date":"2023-10-30T14:00:44","date_gmt":"2023-10-30T12:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/?p=4026"},"modified":"2023-11-01T13:00:13","modified_gmt":"2023-11-01T11:00:13","slug":"redebeitraege-kundgebung-29-10","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/?p=4026","title":{"rendered":"Redebeitr\u00e4ge Kundgebung 29.10."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eingangsstatement f\u00fcr die DIG Stuttgart: Laura Luise Hammel<\/strong><br><br>Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde Israels, <br> Mein Name ist Laura Hammel, als Mitglied im Vorstand der Dt.-Isr. Gesellschaft Stuttgart werde ich durch die heutige Kundgebung f\u00fchren. Drei Wochen ist der bestalische Angriff der terroristschen Hamas auf Israel nun her. An keinem anderen Tag nach dem Ende der Shoah wurden so viele j\u00fcdische Menschen ermordet wie am Samstag, den 07. Oktober. Die Grausamkeit der Verbrechen, denen Frauen und M\u00e4nner, alte Menschen, Kinder und Babys, j\u00fcdische wie arabische Israels, Gastarbeiter<em>innen, Tourist<\/em>innen und Soldat*innen zum Opfer gefallen sind, \u00fcbersteigen fast die menschliche Vorstellungskraft. Die, die diese Verbrechen ver\u00fcbt haben, scheinen keine Menschlichkeit mehr zu besitzen. Mehr als zweihundert Menschen wurden nach Gaza entf\u00fchrt. Alte Menschen, die dringend Medikamente ben\u00f6tigen und Kleinkinder, die erst die Folter und Ermordung ihrer Eltern mitansehen mussten, warden dort von den Terroristen festgehalten. Wer sind in gro\u00dfer Sorge um die Geiseln und fordern ihre sorfortige Freilassung. Unter den Geiseln sind viele Doppelstaatler, zum Teil auch mit Deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft. Wir fordern daher auch die Bundesregierung auf, alles in Macht zu unternehmen, um die Geiseln freizubekommen. Mit gro\u00dfer Best\u00fcrzung und Fassungslosigkeit nehmen wir es wahr, wenn dieser bestalische Terrorangriff in Teilen unserer Gesellschaft bejubelt wird, j\u00fcdische Menschen angegriffen und bedroht werden, Anschl\u00e4ge auf j\u00fcdische Gemeinden ver\u00fcbt werden, Israelfahnen vielerorts zerst\u00f6rt werden. Wir fordern deshalb Bund und Land auf, j\u00fcdische Einrichtungen besonders zu sch\u00fctzen und die Anstrengungen noch zu verst\u00e4rken. J\u00fcdinnen und Juden m\u00fcssen sich in Deutschland sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen. Es ist unertr\u00e4glich, wie auf Ebene der Vereinten Nationen der Angriff auf Israel relativiert wird. Wir erwarten, dass die Bundesregierung Haltung beweist und sich klar an die Seite Israels stellt. Es ist nicht akzeptabel, wenn sich Deutschland bei entscheidenden Abstmmungen enth\u00e4lt, die das alleinige Ziel haben, Israels Recht auf Selbstverteidigung zu delegitimieren. Die Situation in Gaza macht auch uns tief betroffen. Die H\u00e4lfte der dort lebenden Menschen sind Kinder und Jugendliche. Sie werden von der terroristschen Hamas im Hass auf Israel und Juden  erzogen und als menschliche Schutzschilde missbraucht. Frieden und eine Zukunft f\u00fcr diese Kinder und Jugendlichen kann es erst geben, wenn die Terroristen in Gaza entmachtet sind. Zur Wahrheit geh\u00f6rt aber auch: Der Terror des 07. Oktobers w\u00e4re ohne die Finanzierung des Irans nicht m\u00f6glich gewesen. Wir empfinden es als unertr\u00e4glich, dass deutsche Firmen immernoch Gesch\u00e4fte mit diesem klerikalfaschistischen Regime machen. Auch hier fordern wir die Bundesregierung auf, Gesch\u00e4fte mit dem Iran konsequent zu santkionieren und sich hierf\u00fcr auf der EU-Ebene noch st\u00e4rker einzusetzen. Auch deshalb fordern wir, dass dem angek\u00fcndigten Verbot der terroristischen Hamas durch die Bundesinnenministerin, der PFLP und ihrer Vorfeldorganisationen wie \u201cPal\u00e4stina spricht\u201d oder \u201cSamidoun\u201d schnellstm\u00f6glich Taten folgen. Sie bedrohen j\u00fcdische Menschen in Deutschland, unsere demokratischen Werte und den gesellschaflichen Zusammenhalt. Wir stehen heute an der Seite der Menschen in Israel, der J\u00fcdinnen und Juden in Deutschland und weltweilt und aller Opfer der Hamas. Ihnen gegen\u00fcber wollen wir unser tief empfundenes Mitgef\u00fchl und unsere uneingeschr\u00e4nkte Solidarit\u00e4t ausdr\u00fccken. Wir freuen uns, dass sich ein so gro\u00dfes B\u00fcndnis aus Parteien, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen, j\u00fcdischen und zionistischen Organisationen unserem Aufruf angeschlossen hat.<br>Zeigen wir, dass die gro\u00dfe Mehrheit der Menschen in unserem Land gegen Antsemitismus, Terror und Hass aufsteht und solidarisch mit Israel ist.<br>Nie wieder ist heute!  <strong> <\/strong><br><br><strong>Alon Bindes (JSUW) <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrte Anwesenden,  <br>als Vorstandsvorsitzender der J\u00fcdischen Studierendenunion W\u00fcrttemberg werde ich ihnen unsere Perspektive, die von jungen j\u00fcdischen Menschen in der Region im Folgenden verdeutlichen. F\u00fcr Israelis und j\u00fcdische Menschen weltweit gibt es eine Lebensrealit\u00e4t vor dem 7. Oktober und eine danach. So auch f\u00fcr uns j\u00fcdische Studierende und Young Professionals in Deutschland, in Stuttgart. Vor dem 7. Oktober war es f\u00fcr uns junge j\u00fcdische Menschen eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit unser Leben als j\u00fcdisches Leben hier in Deutschland, in Stuttgart fortzuf\u00fchren. Heute ist das nicht mehr so selbstverst\u00e4ndlich. Wir von der J\u00fcdischen Studierendenunion W\u00fcrttemberg haben Erfahrungsberichte zur aktuellen Situation von unseren Mitgliedern gesammelt. Sie alle zeichnen unsere neue bedr\u00fcckende Realit\u00e4t aus, die wir als junge j\u00fcdische Menschen erleben. Einen dieser Berichte werde ich Ihnen nun vortragen. Geschrieben von der Studentin Liora, 21 Jahre alt aus Stuttgart. Es f\u00fchlt sich absolut falsch an meine inneren Gef\u00fchle zur Lage momentan in ein paar S\u00e4tzen zusammenzufassen. Ich w\u00fcrde am liebsten dieses Land an den Schultern packen, es sch\u00fctteln und anschreien, dass es endlich mal aufwachen soll. Ich habe so eine innere Wut in mir, wie noch nie. Eine immense, untr\u00f6stliche Trauer, ebenso. Ich f\u00fchle mich im Stich gelassen von meinem Heimatland. Ich h\u00f6re t\u00e4glich die Politiker sch\u00f6ne rhetorische Reden schwingen, aber wenn Synagogen oder die H\u00e4user von 80-j\u00e4hrigen Senioren in Brand gesetzt werden, gibt es keine Konsequenzen. Stattdessen demonstrieren die Menschen weiter auf der Stra\u00dfe und schreien \u201cFuck the Jews\u201d. Wie kann es sein, dass sich dieses Land ausschm\u00fcckt mit seiner Toleranz und Akzeptanz von J\u00fcdinnen und Juden, aber ich mich im Leben noch nie so unsicher gef\u00fchlt habe? Ich habe mit meinen Freunden gesprochen, und wir haben alle gemeint, dass wir momentan lieber im Kriegsgebiet in Israel w\u00e4ren als in unserer eigenen Heimat. Ich habe unter einem Instagram-Post meiner Hochschule, der als Andenken den Verstorbenen in Israel gewidmet war, gebeten die Kommentare auszuschalten, weil mein Herz beim Lesen geblutet hat. Menschen sprechen die Taten der Hamas gut! Sie denken, dass f\u00fcr die sogenannte \u201eFree Palestine\u201c-Bewegung Mord und Vergewaltigung gerechtfertigt sind. Sie sagen: \u201cKlar ist es bl\u00f6d, dass viele Juden sterben, ABER\u2026\u201d Es gibt KEIN ABER. Ich wurde gewarnt meine Wohnung nicht zu verlassen in Stuttgart! Meine Schwester kann in Berlin nicht mehr in die Synagoge gehen vor Angst! Ich bete t\u00e4glich, dass meine Freunde und Familie in Israel am n\u00e4chsten Tag noch ans Telefon gehen! Dass ich nicht aufwache zu einem Anruf, dass eine weitere Beerdigung in meinem Kreis stattfinden wird! W\u00e4hrenddessen feiern andere Familien den Mord meines Volkes bei sich zu Hause. Dieses Land sollte sich sch\u00e4men. Ich sch\u00e4me mich zumindest gewaltigst f\u00fcr dieses. Man kann das Wort Israel hier nicht mehr aussprechen, ohne konfrontiert zu werden, mit Leuten, die einen beschuldigen. Menschen, die absolut keine Ahnung vom Nahen Osten haben und mich zur Rede stellen wollen. Ich lebe gerade meinen Alptraum und bin t\u00e4glich in der Situation mich VERTEIDIGEN zu m\u00fcssen!? Ich wei\u00df, um ehrlich zu sein gar nicht mehr was ich tun kann. In meinem Kopf h\u00f6re ich nicht auf zu schreien. In meinem Bett h\u00f6re ich nicht auf zu weinen. Ich f\u00fchle mich am Ende. Und dieses Land ist zum Teil der Grund daf\u00fcr. Was die Studentin Liora hier beschreibt, ist die bittere Realit\u00e4t, in der wir uns wiederfinden. Junge j\u00fcdische Menschen gehen jeden Tag mit dem bedr\u00fcckenden Gef\u00fchl und der klaren Gewissheit aus dem Haus, dass ihnen etwas zusto\u00dfen k\u00f6nnte und sie nicht ausreichend gesch\u00fctzt werden. Nicht gesch\u00fctzt von den \u00f6ffentlichen Einrichtungen \u2013 wie den Universit\u00e4ten &#8211; die sie besuchen, nicht gesch\u00fctzt von ihrem direkten Umfeld und nicht ausreichend gesch\u00fctzt von unserem Land. Wenn dann noch, gemeldet wird, dass j\u00fcdische Wohnungen und H\u00e4user mit Davidsternen oder anderen Schmierereien markiert werden, dann f\u00fchlen wir uns nicht einmal am letzten Zufluchtsort sicher, den man als Mensch hat \u2013 bei uns zuhause. Das ist eine unertr\u00e4gliche nicht hinnehmbare Situation. Wir junge j\u00fcdische Menschen wollen in Deutschland leben, aber nicht in dieser aktuellen Realit\u00e4t, von der wir geglaubt hatten, sie nie erleben zu m\u00fcssen &#8211; so wie sie unsere j\u00fcdischen Vorfahren erleben mussten. Im Jahre 1196 schrieb der Rabbiner und Dichter Eliezer Bar Nathan aus Mainz in seinen Chroniken \u00fcber die Massaker an Juden von den Ersten Kreuzrittern: &#8222;Meine Augen sind wie ein Rinnsal, ausgesch\u00f6pft, sie flie\u00dfen mit Tr\u00e4nen, weinen und weinen.\u201c Das sind seine Worte, aus Deutschland im 12. Jahrhundert, aber er beschreibt mit Ihnen uns junge j\u00fcdische Menschen und Israelis im 21. Jahrhundert. Unsere Augen sind wie ein Rinnsal &#8211; von Tr\u00e4nen ausgesch\u00f6pft. Es rinnt f\u00fcr die \u00fcber 1400 israelischen Opfer, welche auf barbarische Weise massakriert wurden, es rinnt f\u00fcr die mehr als 229 Geiseln &#8211; Kinder, Erwachsene und Senioren, die von der Hamas seit nunmehr 22 Tagen festgehalten werden. Es rinnt f\u00fcr alle Israelis und j\u00fcdischen Menschen, sowohl in Israel als auch im Rest der Welt, die um ihre eigene Sicherheit f\u00fcrchten und sich in der Situation wiederfinden sich selbst verteidigen zu m\u00fcssen. Einen signifikanten Unterschied gibt es dennoch, zwischen heute und der Zeit von Rabbi Eliezer Bar Nathan. Heute existiert der Staat Israel. Heute verteidigt dieser uns j\u00fcdische Menschen. Heute bestimmen wir, das j\u00fcdische Volk, in Israel, unser eigenes Schicksal. Und genau diesen Staat Israel und alle j\u00fcdischen Menschen wollen die radikalen Organisationen und Terroristen, wie die Hamas, vernichten. Wir j\u00fcdische Menschen und Israelis sind aber nicht das einzige Ziel der Vernichtung, dicht gefolgt sind alle Andersdenkenden. Wer das ist? Das seid ihr, liebe nicht-j\u00fcdischen Anwesenden. Die Hamas und ihre Sympathisanten wollen zuerst Israel und das j\u00fcdische Volk vernichten, aber euch als n\u00e4chstes. Wenn sich Israel gegen die Hamas wehrt und somit sich und seine B\u00fcrger verteidigt, so verteidigt Israel uns alle. Solidarisieren sie sich deshalb mit Israel, denn damit solidarisieren sie sich auch mit sich selbst. Ich appelliere deshalb im Namen der J\u00fcdischen Studierendenunion W\u00fcrttemberg: Jetzt ist die Zeit zusammenzustehen. Es kommt auf jede und jeden an. Lasst uns immer daran denken, dass wenn der Ausspruch: \u201eniemals wieder ist jetzt\u201c scheitern sollte, es hei\u00dfen wird: \u201eniemals wieder Juden in Deutschland\u201c. Lasst uns deshalb gegenseitig unterst\u00fctzen und unsere Anstrengungen intensivieren. Lasst uns Solidarit\u00e4t mit Israel zeigen, insbesondere an allen \u00f6ffentlichen Einrichtungen des Landes, Lasst uns mit allen demokratischen Mitteln gegen jegliche Form von Antisemitismus vorgehen. Denn wenn wir gemeinsam handeln, werden wir auch diese Zeiten \u00fcberstehen. Alle Hochschulen und ihre Astas haben die IHRA-Antisemitismus-Definition zu \u00fcbernehmen und in ihren Richtlinien einzupflegen! Hass und Hetze, sowie Terror-Verherrlichung im Netz m\u00fcssen strafrechtlich verfolgt werden und die Verantwortlichen konsequent geahndet werden! Organisationen, welche entweder selbst mit der Hamas sympathisieren oder deren Mitglieder \u00fcberwiegend die Hamas und andere islamistische Terrorgruppen unterst\u00fctzen, geh\u00f6ren in Baden-W\u00fcrttemberg und bundesweit verboten! Und so, sehr geehrte Anwesenden, stehen wir jetzt hier, gemeinsam, am Stuttgarter Marktplatz und sagen auf ein weiteres: Never again is now! Niemals wieder ist jetzt! Denn wir sind hier, um zu bleiben, und zwar jetzt und f\u00fcr immer: Das Volk Israel lebt \u2013 Am Israel Chai.<br><br><strong>Adele Raemer (Kibutz Nirim)<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>My name is Adele, I live in a small Kibbutz on the border with the Gaza Strip. We<br>describe our region as being 95% Heaven because most of the time it is beautiful and<br>peaceful, green and friendly. We have zero crime rate, we have strong communities,<br>with young families waiting in line to be accepted into our Kibbutzim and Moshavim. My<br>Kibbutz &#8211; Nirim &#8211; is under the jurisdiction of the Eshkol Regional Council, and was<br>founded in 1946 by a core of ideological Hashomer HaTzair pioneers, who always<br>wanted nothing but to make the desert bloom and to live in peace with our neighbors.<br>Over the years, various groups from Israel and abroad have joined our community.<br>The main source of Nirim&#8217;s livelihood is agriculture, and the kibbutz is one of the largest<br>and most prosperous organic farms in the State of Israel. Today, approximately 500<br>people reside on Nirim, of which about 230 are members, another 130 children and 50<br>residents who live there and enjoy a rich community life and a green and flourishing<br>environment.<br>All of this was true until the Saturday of Simchat Torah 7.10.2023 at 6:30 in the morning,<br>when the world we knew imploded upon itself, and our lives were changed forever.<br>The kibbutz was attacked by massive missile barrages and tens of terrorists invaded the<br>kibbutz, entering the houses, murdering, looting and kidnapping our people. Personally,<br>I sat in mortal fear, deathly silence in my home together with my 33 year old son who<br>was visiting me for the holiday weekend. As we sat there- with the protective metal<br>window closed, as well as the door (which does not lock &#8211; since our safe rooms are built to protect us from rockets not from infiltration) &#8211; we turned off the air conditioning so that<br>the sound of the motor would not betray our presence to the terrorists. And we could<br>hear them &#8211; yelling in Arabic just outside our window &#8211; together with the sounds of<br>machine gun fire, explosions of grenades and incoming rocket fire.<br>What we did NOT hear, was our army. The soldiers who were supposed to have come<br>to our rescue, had already been infiltrated and slaughtered or taken captive.<br>Unbeknownst to me at the time, my son in law, who was in his house on Nirim, together<br>with my three young granddaughters, aged 2,6 and 8, was in a fire fight of his own, on<br>his own. When he heard the terrorists enter his house, he told the girls to hide<br>themselves under the blanket, and under no circumstances, to run after him. He warned<br>them that they would hear a loud noise, but that he would soon return. He then stepped<br>out of his saferoom and shot the terrorist who was just a few feet away from their saferoom door. He started to run after two other terrorists, but when he got to the<br>threshold, he saw multiple, highly armed terrorists outside. He realized that he would<br>not be able to take them all on, and live to return to my granddaughters, so he returned<br>to the room to continue protecting them, kneeling with his loaded gun, pointing at the<br>door for hours, waiting in case more terrorists tried to attack them.<br>All this while, all of us on the kibbutz were horrifyingly tracking the progression of the<br>terrorists through the different neighborhoods via the frantic whatsapp messages being<br>sent by others on our kibbutz as they were calling desperately, for help. People were<br>reporting of their homes being shot at, and fires being set to try and smoke them out of<br>their saferooms as they tried holding down the handle that kept the door in a locked<br>position. At one point my son heard the words \u201ccome here!\u201d in Arabic. We waited in<br>silence, for the sound of our door or window to be broken down, him at the door of the<br>saferoom- holding down that handle. Eventually, after around an hour, I just couldn\u2019t<br>hold it in any more and was in physical pain, I opened the door to the saferoom (despite<br>instructions not to) and ran to the bathroom. As I went, I saw that the slats on my<br>window had been broken: the terrorists had tried to infiltrate my home, and for some<br>reason, decided to move on.<br>Finally, around 13:00 on Saturday Oct 7th, army units began entering the kibbutz, killing<br>terrorists and rescuing people from burning homes. It was long, tedious work, in order to<br>evacuate each of the families to a central, safe area which could be efficiently secured<br>and safe. My son and I were evacuated under terrorist fire as well as rocket fire, around<br>17:15 &#8211; almost 11 hours after first entering the saferoom (where there was no water nor<br>bathroom). The final people arrived at our central community center by 21:00. We spent<br>the night under the watchful eye of the army, still not sure that all terrorists had been<br>apprehended. At 14:00 the next day we were finally evacuated from Nirim, after being<br>sent to our homes to pack a suitcase quickly and board busses. We drove through an<br>active war zone, with burning cars at the sides of the roads, and charred bodies.<br>Altogether, 5 people were slaughtered on Nirim, and 5 kidnapped &#8211; their whereabouts<br>and fates are unknown to us as of this writing.<br>The barbaric atrocities of the ruthless Hamas terrorists, as well as the looters who came<br>to join them, are unbelievable &#8211; but they happened: decapitated babies, women brutally<br>raped and tortured, then murdered, their naked bodies dragged through the streets of<br>Gaza. Men dismembered, children captive without their parents. These are not freedom<br>fighters, they are not resistance fighters. These are the Hamas and other radical Islamic<br>terrorists who, when they shout \u201cPalestine will be free from the River to the Sea\u201d, a<br>genocidal war cry, they mean it. They proved that to us all very clearly on October the<br>7th &#8211; the day that something in the DNA of each and every one of us in those<br>communities, got altered.<br>I have always believed that peace and diplomacy is the only way to solve this conflict,<br>but they have proven me wrong. First we need to make war. A war that will destroy the<br>Hamas. Only then, can we make peace.<br>The community is still strong, functioning and bracing ourselves for a long rehabilitation<br>in many aspects: From the restoration of buildings and infrastructure through personal,<br>community, economic restoration and more.<br>At the moment the kibbutz has been declared a closed military zone, and our members<br>are at the King Solomon Hotel in Eilat, and with families and friends throughout the<br>country. Our expected return home is unknown.<br>At the same time, we are determined to return home and return the state of our kibbutz<br>to the warm, vibrant home in a blooming desert garden that it was until that fateful<br>Saturday<br>However for this to be able to come to fruition, we need your help. If you wish to play a<br>part in making this dream come true, we invite you to click on the attached donation link,<br>where any amount will help and be welcomed.<br><br>https:\/\/my.israelgives.org\/en\/fundme\/Nirim<br><br><em>Adele nach ihrer Befreiung: <\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover is-light\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim\"><\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-4069\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/396638820_1978400529211937_4915684336286158827_n-1-1024x768.jpg\" data-object-fit=\"cover\" srcset=\"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/396638820_1978400529211937_4915684336286158827_n-1-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/396638820_1978400529211937_4915684336286158827_n-1-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/396638820_1978400529211937_4915684336286158827_n-1-150x113.jpg 150w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/396638820_1978400529211937_4915684336286158827_n-1-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/396638820_1978400529211937_4915684336286158827_n-1.jpg 1824w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"> <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><br><br><strong>Siegfried Lorek (Staatssekret\u00e4r im Ministerium der Justiz)<\/strong><br><br>Meine sehr verehrten Damen und Herren, <br> w\u00e4hrend wir heute hier stehen und in Frieden unsere Solidarit\u00e4t<br>mit den Menschen in Israel ausdr\u00fccken, leben die Menschen in Israel gegenw\u00e4rtig in Angst. Sie erleben seit dem 7. Oktober 2023 einen wahrgewordenen Alptraum. Terroristen der Hamas aus dem Gazastreifen \u00fcberquerten die Grenze nach Israel und w\u00fcteten dort barbarisch, t\u00f6teten Zivilisten und nahmen Geiseln. Bis heute sind hunderte Unschuldige in den H\u00e4nden der Terroristen. Zivilisten, junge Menschen auf einem Musikfestival, Kinder und Senioren, darunter auch deutsche Staatsb\u00fcrger, kaltbl\u00fctig ermordet, teilweise hingerichtet.  Das war der t\u00f6dlichste Angriff auf Juden seit dem Holocaust.  Wenn ich die Berichte lese, dass Babys in Windeln erschossen wurden wird mir schlecht. Meine Jungs sind 6 Jahre, 4 Jahre und meine Tochter ist 4 Monate. Ich schaue in diesen Tagen oft meine kleine Tochter an und frage mich, wie ein Mensch zu so etwas f\u00e4hig sein kann, so ein kleines unschuldiges Baby zu t\u00f6ten. Was muss das f\u00fcr blanker Hass sein?  \u201eAm Israel Chai\u201c \u2013 Das Volk Israel lebt!  Und das Volk Israel lebt auch hier bei uns in der Mitte unserer Gesellschaft.  Seit \u00fcber 1.700 Jahren gibt es j\u00fcdisches Leben in Deutschland und damit auch hier in Baden-W\u00fcrttemberg.  Leider erreicht der Hass gegen J\u00fcdinnen und Juden auch unser sch\u00f6nes Land.  In Berlin gibt es seit Tagen immer wieder die gleichen Bilder. Tausende gehen auf die Stra\u00dfen, protestieren, feiern die Terroristen, skandieren hasserf\u00fcllte, antiisraelische Parolen und feiern die Ermordung von J\u00fcdinnen und Juden durch die Terroristen. Hundertschaften der Berliner Polizei mussten sogar das Mahnmal f\u00fcr die ermordeten Juden in Europa vor dem wilden Mob sch\u00fctzen.  Und eines ist klar: Menschen, die den Terror der Hamas auf deutschen Stra\u00dfen feiern, das Existenzrecht Israels leugnen und gegen Juden hetzen, haben in Deutschland nichts verloren.  Antisemitismus ist keine Meinung. Antisemitismus will Menschen ihrer Menschenw\u00fcrde berauben und ist damit eine ernsthafte Gefahr f\u00fcr unsere Gesellschaft.  Deshalb unterst\u00fctzen wir als Land Baden-W\u00fcrttemberg auch die Initiativen aus Berlin, dass Antisemiten nicht mehr eingeb\u00fcrgert werden k\u00f6nnen bzw. bei ihnen ein besonders schweres Ausweisungsinteresse besteht.  Allein vom 7. bis 15. Oktober meldete die Recherche- und Informationsstelle RIAS 202 antisemitische Vorf\u00e4lle. Bilder der Schande gab und gibt es dabei nicht nur in Berlin, sondern auch bei Baden-W\u00fcrttemberg.  Auch unweit des Landtags brannten Unbekannte ein Loch in eine israelische Flagge. Diese antisemitischen Vorf\u00e4lle m\u00fcssen Konsequenzen haben und die T\u00e4ter m\u00fcssen gefasst und ihrer Strafe zugef\u00fchrt werden!  Wenn sich J\u00fcdinnen und Juden in Deutschland nicht sicher f\u00fchlen, darf uns das nicht kalt lassen.  Sondern das d\u00fcrfen und wollen wir nicht zulassen.  Die Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus m\u00fcssen wir uns daher ganz besonders zur gemeinsamen Aufgabe machen. Wir m\u00fcssen Antisemitismus im Keim ersticken!  Sehr geehrte Damen und Herren, Unser CDU-Fraktionsvorsitzender Manuel Hagel berichtete \u00fcber<br>Worte die er h\u00f6rte, als er hier bei dieser Kundgebung von vierzehn Tagen war:  In Israel sagt man Kindern, sie sollen lieber Geige lernen, nicht Klavier. Die Erkl\u00e4rung ist so traurig und logisch zugleich: Auf der Flucht vor Krieg und Terror kann man sein Klavier nicht mitnehmen.  Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde. Es ist unsere historische Verpflichtung an der Seite Israels zu stehen und das tun wir mit voller \u00dcberzeugung. Hierzu geh\u00f6rt meines Erachtens auch, sich auch international entsprechend zu \u00e4u\u00dfern und einzusetzen. Es gab eine von Jordanien eingebrachte UN-Resolution, welche eine \u201esofortige humanit\u00e4re Waffenruhe\u201c im Gazastreifen forderte. Der verabschiedete Text erw\u00e4hnt die Hamas mit keinem einzigen Wort. Die \u00dcberschrift zu einem Artikel dazu auf Tageschau.de lautete \u201eIsrael verurteilt UN-Resolution, Hamas begr\u00fc\u00dft sie\u201c. Das sagt eigentlich schon alles.  Deutschland hat sich wie andere europ\u00e4ische Partner enthalten. Ich pers\u00f6nlich w\u00fcnsche mir bei aller diplomatischen Zur\u00fcckhaltung hier eine klare Haltung, wie die USA und \u00d6sterreich sie gezeigt haben.<br> Nie wieder ist jetzt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eingangsstatement f\u00fcr die DIG Stuttgart: Laura Luise Hammel Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde Israels, Mein Name ist Laura Hammel, als Mitglied im Vorstand der Dt.-Isr. Gesellschaft Stuttgart werde ich durch die heutige Kundgebung f\u00fchren. Drei Wochen ist der bestalische Angriff der terroristschen Hamas auf Israel nun her. 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