{"id":3625,"date":"2022-09-30T15:15:50","date_gmt":"2022-09-30T13:15:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/?p=3625"},"modified":"2022-09-30T15:15:52","modified_gmt":"2022-09-30T13:15:52","slug":"statement-zu-einem-artikel-im-kath-sonntagsblatt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/?p=3625","title":{"rendered":"statement zu einem Artikel im Kath. Sonntagsblatt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"497\" src=\"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/IMG-20220829-WA0000-1-1024x497.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3626\" srcset=\"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/IMG-20220829-WA0000-1-1024x497.jpg 1024w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/IMG-20220829-WA0000-1-300x146.jpg 300w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/IMG-20220829-WA0000-1-150x73.jpg 150w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/IMG-20220829-WA0000-1-1536x746.jpg 1536w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/IMG-20220829-WA0000-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>[&#8230;] Wie von Ihnen angefragt, werde ich im folgenden den von uns gegen\u00fcber dem Kath. Sonntagsblatt vorgetragenen Vorwurf des israelbezogenen Antisemitismus im Detail erl\u00e4utern.<br><br>Das Kath. \u00a0Sonntagsblatt zitiert im Artikel \u201e70 Jahre Krieg beenden\u201d den Aufruf des Altpatriarchen Sabbah an Israel \u201ceinen Krieg zu beenden, den es vor mehr als 70 Jahren begonnen hat.\u201c Dies ist eine geschichtsverf\u00e4lschende L\u00fcge mit der Israel d\u00e4monisiert wird. Nachdem Israel am 14.5.1948 \u00a0in Einklang mit dem UN Teilungsplan von 1947 ausgerufen wurde, erfolgte noch in der gleichen Nacht der Angriff von f\u00fcnf arabischen Armeen mit dem Ziel den eben ausgerufenen Staat zu vernichten.<br>Bereits nach Beschluss des UN Teilungsplans, der von den Juden im Mandatsgebiet angenommen und von den Arabern abgeleht wurde, griffen arabische Milizen im Mandatsgebiet zu den Waffen gegen die Juden.<br><br>Gegen die arabischen Milizen und die Armeen von f\u00fcnf arabischen L\u00e4ndern schien Israel, dessen Armee sich erst konstituieren musste, quasi ohne Chance. Trotzdem konnte Israel die Vernichtung abwehren und sich auf einem Gebiet konstituieren, das gr\u00f6\u00dfer war als das im UN Teilungsplan vorgesehene Gebiet. Unbesehen seines Ausgangs wurde Israel dieser Krieg aufgezwungen. &#8218;<br><br>Die Behauptung, Israel h\u00e4tte diesen Krieg begonnen, verleugnet die Annahme des UN Teilungsplan durch die Juden und dessen Ablehnung durch die Araber im Mandatsgebiet, verleugnet die Versuche arabischer Milizen im Mandatsgebiet, die Versorgung des j\u00fcdischen Jerusalem abzuschneiden und verleugnet den Angriff von f\u00fcnf arabischen Armeen nachdem Israel in \u00dcbereinstimmung mit dem UN Teilungsplan ausgerufen wurde.<br><br>Des Weiteren geben sie in Hinsicht auf Gaza die Behauptung von Sabbah wieder, nachdem das pal\u00e4stinensische Volk auf seinem eigenen Land lebe. Dies ist auch grundfalsch. Das pal\u00e4stinensische Volk, das sich von anderen arabischen V\u00f6lkern durch eine eigene Identit\u00e4t unterscheidet und eigene Anspr\u00fcche hat, ist ein Selbstverst\u00e4ndnis der Araber im ehemaligen Mandatsgebiet, das sich erst nach der Niederlage im Sechs-Tage-Krieg herausgebildet hat. Und das \u201ceigene Land\u201d war in Bezug auf Gaza bis zum Ende des ersten Weltkriegs unter t\u00fcrkischer Herrschaft, dann Teil des britischen Mandatsgebiets und nach 1949 unter \u00e4gyptischer Besatzung.<br>Es gab nie einen pal\u00e4stinensischen Staat, mit dem sich ein \u201eeigenes Land\u201d des \u201cpal\u00e4stinensischen Volks\u201c irendwie begr\u00fcnden lie\u00dfe.<br><br>Des Weiteren muss in Bezug auf Gaza mitgedacht werden, dass Israel in der Absicht \u201eLand f\u00fcr Frieden\u201d zu tauschen, 2005 den Gazastreifen ger\u00e4umt hat. Statt Frieden hat Israel Raketenterror geerntet.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>2000 wurde ein weitreichendes Angebot Israels an die Pal\u00e4stinenser einen eigenen Staat zu gr\u00fcnden von diesen zur\u00fcckgewiesen und nicht viel sp\u00e4ter wurde die zweite Intifada losgetreten, die mehr als 1000 Israelis das Leben gekostet hat. Bis heute gibt es keinen offiziellen pal\u00e4stinensischen Ruf nach Gerechtigkeit und Freiheit, der die Anerkennung des Staates Israel miteinbezieht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Antisemitismusdefinition der IHRA hei\u00dft es:&nbsp;<em>Erscheinungsformen von Antisemitismus k\u00f6nnen sich auch gegen den Staat Israel, der dabei als j\u00fcdisches Kollektiv verstanden wird, richten. Allerdings kann Kritik an Israel, die mit der an anderen L\u00e4ndern vergleichbar ist, nicht als antisemitisch betrachtet werden. Antisemitismus umfasst oft die Anschuldigung, die Juden betrieben eine gegen die Menschheit gerichtete Verschw\u00f6rung und seien daf\u00fcr verantwortlich, dass \u201edie Dinge nicht richtig laufen\u201c. Der Antisemitismus manifestiert sich in Wort, Schrift und Bild sowie in anderen Handlungsformen, er benutzt unheilvolle Stereotype und unterstellt negative Charakterz\u00fcge.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Artikel \u201e70 Jahre Krieg beenden\u201d ist ein Musterbeispiel f\u00fcr das Beziehen unheilvoller Stereotype und negativer\u00a0 Charakterz\u00fcge auf den j\u00fcdischen Staat. [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[&#8230;] Wie von Ihnen angefragt, werde ich im folgenden den von uns gegen\u00fcber dem Kath. Sonntagsblatt vorgetragenen Vorwurf des israelbezogenen Antisemitismus im Detail erl\u00e4utern. 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