{"id":2873,"date":"2019-10-29T10:54:27","date_gmt":"2019-10-29T08:54:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/?p=2873"},"modified":"2021-10-17T01:13:46","modified_gmt":"2021-10-16T23:13:46","slug":"dig-waehlt-neuen-praesidenten-und-stellt-klare-forderungen-an-bundespolitik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/?p=2873","title":{"rendered":"DIG w\u00e4hlt neuen Pr\u00e4sidenten und stellt klare Forderungen an Bundespolitik"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2014\" src=\"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/logo_250.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/logo_250.png 250w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/logo_250-150x150.png 150w, http:\/\/www.dig-stuttgart.net\/wp-content\/uploads\/logo_250-60x60.png 60w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><strong>Die Bundesmitgliederversammlung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hat am vergangenen Wochenende Uwe Becker zu ihrem neuen Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. Zudem stellten die Delegierten bei ihrer Zusammenkunft in Magdeburg klare Forderungen an die Bundespolitik.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\nDie Pressemitteilung der DIG auf Bundesebene im Wortlaut:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><strong> Uwe Becker zum neuen Pr\u00e4sidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gew\u00e4hlt \u2013 Klare Forderungen an die Bundespolitik in Magdeburg beschlossen<\/strong><\/p>\n<p>Der Frankfurter B\u00fcrgermeister und Hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker ist auf der Hauptversammlung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Magdeburg von den Delegierten aus den insgesamt 53 Arbeitsgemeinschaften aus dem gesamten Bundesgebiet zum neuen Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt worden. Der bisherige Pr\u00e4sident Hellmut K\u00f6nigshaus hatte aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Becker dankte ihm f\u00fcr die hervorragende Arbeit in den zur\u00fcckliegenden vier Jahren, in denen K\u00f6nigshaus die Gesellschaft stark aufgestellt und gerade auch das Engagement der jungen Mitglieder im Jungen Forum besonders gest\u00e4rkt habe.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAls Vizepr\u00e4sidentinnen und \u2013pr\u00e4sidenten wurden gew\u00e4hlt: Philipp J. Butler, Michaela Engelmeier, Dr. Marcus Faber MdB, Dr. Kirsten Kappert-Gonther MdB, Claudia Korenke und Maya Zehden.<\/p>\n<p>Alter und neuer Schatzmeister ist Dr. Hermann Kuhn.<\/p>\n<p>Als weitere Mitglieder des Pr\u00e4sidiums wurden gew\u00e4hlt: Yoram-Illy Ehrlich, Helge David Gilberg, Matheus Hagedorny, Aras Nathan Keul, Daniel Killy und Vincent Wolff.<\/p>\n<p>\u201eWir leben in einer Zeit der wohl gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte in Deutschland und Europa. Wir sehen ein Auseinandergehen unserer Gesellschaft und ein Anwachsen des Antisemitismus von der extremen Rechten \u00fcber den eher linksintellektuell gepr\u00e4gten Antizionismus bis hin zu einer Judenfeindlichkeit aus Kulturkreisen, in denen schon Kinder darin erzogen werden, Juden zu hassen. In all diesen Schattierungen spielt der Israel bezogene Judenhass eine besondere Rolle. Israel ist der einzige demokratische Rechtsstaat im Nahen Osten, ein Land der Vielfalt und Buntheit und der einzige Ort in dieser Region, wo Christen, Juden, Muslime und nicht religi\u00f6se Menschen ihr Leben bei allen gesellschaftlichen Konflikten, die es auch in Israel gibt, frei gestalten k\u00f6nnen. Dieses Bild gilt es, den Menschen in unserem Land zu vermitteln und etwa \u00fcber einen verst\u00e4rkten Jugendaustausch gerade auch die junge Generation das echte Israel erfahren zu lassen \u201c, betonte Becker.<\/p>\n<p>Gleichzeitig stellte Becker auch klare Forderungen an die Bundespolitik:<\/p>\n<p><strong>Abstimmverhalten bei den Vereinten Nationen \u00e4ndern<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWenn die Bundesregierung in vorbildlicher Weise die Staatsr\u00e4son gegen\u00fcber dem Existenzrecht Israels betont, dann muss diese auch in der praktischen Politik unmissverst\u00e4ndlich stattfinden. Deshalb muss sich das Deutsche Abstimmverhalten bei Beschl\u00fcssen der Vereinten Nationen \u00e4ndern. Statt sich bei israelkritischen Resolutionen zu enthalten, muss sich Deutschland klar und solidarisch verhalten und alle Bestrebungen ablehnen, Israel fortlaufend einseitig an den Pranger zu stellen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Einfrieren der Finanzhilfen an die Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde<\/strong><\/p>\n<p>Ebenso muss es zumindest ein teilweises Einfrieren der Finanzhilfen an die Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde (PA) geben, solange von dort aus Rentenprogramme f\u00fcr Terroristen und deren Familien finanziert werden. Denn derzeit macht die PA Terrorismus auch noch lukrativ und zumindest mittelbar flie\u00dfen damit Deutsche und Europ\u00e4ische Steuergelder in den Kampf gegen Israel.<\/p>\n<p><strong>Verbot der terroristischen Hizbollah in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen in Deutschland auch zu einer eindeutigen Einstufung der Hizbollah als Terrororganisation kommen und diese verbieten, da man nicht zwischen einem terroristischen und einem politischen Arm dieser Terrororganisation unterscheiden kann und darf.<\/p>\n<p><strong>Sanktionen gegen\u00fcber dem Iranischen Regime<\/strong><\/p>\n<p>Auch im Umgang mit dem Iranischen Regime muss Deutschland seine Staatsr\u00e4son \u00fcber alle anderen Interessen stellen und f\u00fcr die notwendigen Sanktionen eintreten. Dabei geht es nicht um das Iranische Volk, das selbst vom Mullah-Regime unterdr\u00fcckt wird. Denn auch unabh\u00e4ngig von der Frage des Atomdeals, muss die Bundesregierung erkennen, dass das Iranische Regime \u00fcber seine Garden in Syrien oder durch die Unterst\u00fctzung der Hizbollah im Libanon und das Hineinwirken nach Gaza einen Kampf gegen Israel f\u00fchrt, der schmerzhafte Sanktionen zur Folge haben muss.<\/p>\n<p><strong>Abgrenzung von der AfD<\/strong><\/p>\n<p>Die Delegierten beschlossen zudem eine klare Abgrenzung gegen\u00fcber der AfD, die mit ihrer Politik Hass sch\u00fcre und damit das gesellschaftliche Klima in unserem Land so vergifte, dass Antisemitismus, Rassismus und v\u00f6lkisches Denken einen N\u00e4hrboden finde.<\/p>\n<p><strong>Klare Abwehr der Kritik des UN-Hochkommissars am BDS-Beschluss des Bundestages<\/strong><\/p>\n<p>Die Hauptversammlung wehrte gleichzeitig auch die j\u00fcngste Kritik des UN-Hochkommissars f\u00fcr Menschenrechte am Beschluss des Deutschen Bundestages zur antisemitischen BDS-Bewegung ab. \u201eDer Deutsche Bundestag hat mit seinem wichtigen und richtigen Beschluss zur BDS-Bewegung keine Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit vollzogen, sondern sich klar gegen die Verbreitung von Antisemitismus in unserem Land gestellt. Israel bezogener Judenhass darf in Deutschland nicht auch noch finanziell gef\u00f6rdert werden und genau dies hat der Bundestag in kluger und klarer Form beschlossen. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung die Kritik des UN-Hochkommissars zur\u00fcckweist und sich vor den Deutschen Bundestag stellt\u201c, sagte Becker.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesmitgliederversammlung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hat am vergangenen Wochenende Uwe Becker zu ihrem neuen Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. 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