Vortrag: Schatten der Reformation – Martin Luther und die Juden

Vortrag von Dr. Michael Volkmann, Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden, Evangelische Landeskirche in Württemberg

Zeit: Mittwoch, 22. Februar 2017, 19 Uhr

Ort: Stuttgarter Lehrhaus / Paul-Gerhardt-Zentrum, Raum Begegnungsstätte I, Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart (Stadtbahnhaltestelle Vogelsang)

Eintritt: 5 €, für Mitglieder der Veranstalterinnen Eintritt frei.

Die Reformation hat das christliche Verhältnis zum Judentum nicht erneuert, sondern verschlimmert. Das Reformationsjubiläum weckt die Frage nach der antijüdischen Schattenseite der Reformation, nach dem Umgang der evangelischen Kirchen mit diesem Erbe und danach, was zu tun bleibt. Martin Luther wollte die Juden ausweisen, am liebsten „in ihr Land“. Wie stellt sich die evangelische Kirche heute zur Landfrage?

Deutsch-Israelische Gesellschaft Region Stuttgart e.V. in Kooperation mit „Stuttgarter Lehrhaus. Stiftung für interreligiösen Dialog“ und „Arbeitsgruppe Wege zum Verständnis des Judentums“.

Vortrag: Die AfD und der Antisemitismus – eine neue Herausforderung?

Vortrag und Diskussion mit Dr. Bodo Kahmann

Eine Veranstaltung des Jungen Forums der DIG

Zeit: Donnerstag, 23. Februar 2017, 19.00 Uhr

Ort: Hotel Wartburg, Lange Straße 49, Stuttgart

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Der politische Aufstieg der „Alternative für Deutschland“ (AfD) könnte den Sonderstatus des bundesdeutschen Parteiensystems in Europa, in dem es bisher keine erfolgreiche rechte Partei gegeben hat, beenden. Große Aufmerksamkeit erregten in den letzten Jahren die Annäherungs- und Vereinnahmungsversuche anderer Rechtsparteien Europas gegenüber Israel und jüdischen Organisationen; zugleich ließ sich an ihren Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Die Gründung und Radikalisierung der AfD fallen somit in eine Zeit, in der ein Wandel im Verhältnis des europäischen Rechtsradikalismus zum Antisemitismus konstatiert werden kann. Der Vortrag analysiert das Verhältnis der AfD zum Antisemitismus vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und legt dar, wieso das Erstarken der AfD die Abwehr- und Präventionsarbeit gegen Antisemitismus vor neue Herausforderungen stellt.
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Vortrag: Akademischer Antisemitismus im Westen – Faktoren für den Erfolg der BDS-Bewegung

Vortrag und Diskussion mit Dr. Felix Riedel

Eine Veranstaltung des Jungen Forums der DIG

Zeit: Donnerstag, 2. Februar 2017, 19.30 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45 (Nähe Breuninger-Parkhaus)

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Antisemitismus lässt sich nicht als der „Sozialismus der dummen Kerls“ (Bebel) fassen. Die Bücherverbrennungen, die Wiederbelebung und Radikalisierung des „wissenschaftlichen Rassismus“ waren Produkt einer nationalsozialistischen Studentenbewegung und ihrer Denker.

Nach dem Nationalsozialismus lässt sich ein Formenwandel des klassischen Antisemitismus zum Antizionismus beobachten. Dieser Formenwandel bedurfte intensiver intellektueller Zuarbeit,um Medienfälschungen und Ideologeme entsprechend zu tarnen und im akademischen Betrieb zu verankern. Mit der BDS-Bewegung ist dieser akademische Antisemitismus ausgereift. Er vermag vor allem im linksintellektuellen Umfeld und dort in bestimmten Fächern Mehrheiten zu finden.
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Vortrag: Israel – die multikulturelle Einwanderungsgesellschaft

Vortrag und Diskussion mit Oliver Vrankovic

Zeit: Montag 19. Dezember 2016, 19 Uhr

Ort: Hotel Wartburg, Lange Str. 49, 70174 Stuttgart, S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte, Stadtbahn-Haltestelle Rotebühlplatz

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

In Israel treffen auf engstem Raum westliche und orientalische Denk- und Verhaltensweisen, unter-schiedliche Religionen, Einstellungen und Meinungen aufeinander. Die Identitätsfrage beschäftigt das Land mehr als jede andere Frage und ist in jeden Konflikt verwoben. Die multikulturelle und multiethnische Vielfalt macht es unmöglich DEN Israeli zu bestimmen. Welten trennen den Kibbuz von der Entwicklungsstadt, das Leben im Zentrum vom Leben in der Peripherie, die säkularen von den ultraorthodoxen Stadtteilen im jüdischen Teil von Jerusalem und den jüdischen vom arabischen Teil.

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Vortrag: Das Israelbild in deutschen Schulbüchern und die Pädagogik des Ressentiments

Vortrag von Dr. Klaus Thörner

Zeit: Dienstag, 15. November 2016, 18:30 Uhr

Ort: Rathaus Stuttgart, Marktplatz 1, Mittlerer Sitzungssaal

Eintritt: frei

Moderation: Susanne Wetterich

„Schulbücher definieren nicht nur legitimes Wissen und wünschenswerte Kompetenzen, sondern vermitteln auch staatlich bzw. gesellschaftlich präferierte Identitätsangebote“, heißt es ganz richtig auf der Website des Georg-Eckert-Instituts, Leibnitz-Institut für internationale Schulbuchforschung, der in Deutschland führenden Schulbuchforschungseinrichtung. Doch welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher bei der Darstellung des Staates Israel?

Im Jahr 1985 hatte das Institut diese Frage untersucht. Damals wurde die Einseitigkeit kritisiert, mit der Israel als Aggressor im israelisch-arabischen Konflikt dargestellt wurde. Nun, dreißig Jahre später, ist das Institut mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes dieser Frage erneut nachgegangen und hatte, um es allgemein auszudrücken, unverändert hohen Handlungsbedarf festgestellt. Dies veranlasste den Verein Scholars for Peace in Middle East, Germany e.V. in Kooperation mit den DIG-Arbeitsgemeinschaften Bremen, Hannover, Ostfriesland und Oldenburg zu einer Initiative, das Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit zu sensibilisieren und mit Politik und Schulbuchverlagen ins Gespräch zu kommen.

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