Audio: Das Israelbild in deutschen Schulbüchern und die Pädagogik des Ressentiments

Vortrag gehalten am 15.11.2016 von Dr. Klaus Thörner – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher bei der Darstellung des Staates Israel? Im Jahr 1985 hatte das Georg-Eckert-Institut diese Frage untersucht. Damals wurde die Einseitigkeit kritisiert, mit der Israel als Aggressor im israelisch-arabischen Konflikt dargestellt wurde. Nun, dreißig Jahre später, ist das Institut mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes dieser Frage erneut nachgegangen und hat, um es allgemein auszudrücken, unverändert hohen Handlungsbedarf festgestellt.

Dr. Klaus Thörner stellt in seinem Vortrag anhand von Beispielen dar, welches Israelbild den Jugendlichen heute vermittelt wird und umreißt die wichtigsten Handlungsfelder.

Der Sozialpädagoge und Sozialwissenschaftler ist Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Oldenburg und Vorstandsmitglied der Scholars for Peace in the Middle East –Germany e.V.

 

Wählen Sie in der Seitenleiste die Kategorie Audios, um alle unsere Mitschnitte anzuzeigen.

Audio: Rechte, linke und andere Verschwörungsphantasien und ihre antisemitischen Implikationen

Vortrag gehalten am 24.10.2016 von Prof. Dr. Samuel Salzborn – Hier mehr Informationen zur Veranstaltung.

 

 

Es gehört mittlerweile fast zur Normalität politischer Ereignisse, dass Verschwörungsmythen fast so schnell produziert werden, wie die Ereignisse stattfinden – was mit der Logik der Verschwörung zu tun hat: Sie bedarf keiner Fakten, keiner Realität, keiner Wirklichkeit außer ihrer selbst, um zu funktionieren. Es bedarf stets nur eines Anlasses, nicht einer Ursache, damit Verschwörungsphantasien formuliert werden – denn ihre jeweils eigene hermetische Wahnwelt funktioniert in ihrer Struktur ganz unabhängig von der Wirklichkeit, da sie in keiner Weise an empirische oder historische Fakten gebunden ist, sondern lediglich mit einem Phantasieweltbild korrespondiert, das jederzeit reformulierbar, jederzeit reproduzierbar und damit auch jederzeit in Variationen abrufbar ist.

Prof. Dr. Samuel Salzborn ist Professor für Grundlagen der Sozialwissenschaften an der Uni Göttingen.

 

Wählen Sie in der Seitenleiste die Kategorie Audios, um alle unsere Mitschnitte anzuzeigen.

Vortrag: Israel – die multikulturelle Einwanderungsgesellschaft

Vortrag und Diskussion mit Oliver Vrankovic

Zeit: Montag 19. Dezember 2016, 19 Uhr

Ort: Hotel Wartburg, Lange Str. 49, 70174 Stuttgart, S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte, Stadtbahn-Haltestelle Rotebühlplatz

Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

In Israel treffen auf engstem Raum westliche und orientalische Denk- und Verhaltensweisen, unter-schiedliche Religionen, Einstellungen und Meinungen aufeinander. Die Identitätsfrage beschäftigt das Land mehr als jede andere Frage und ist in jeden Konflikt verwoben. Die multikulturelle und multiethnische Vielfalt macht es unmöglich DEN Israeli zu bestimmen. Welten trennen den Kibbuz von der Entwicklungsstadt, das Leben im Zentrum vom Leben in der Peripherie, die säkularen von den ultraorthodoxen Stadtteilen im jüdischen Teil von Jerusalem und den jüdischen vom arabischen Teil.

weiterlesen

Vortrag: Das Israelbild in deutschen Schulbüchern und die Pädagogik des Ressentiments

Vortrag von Dr. Klaus Thörner

Zeit: Dienstag, 15. November 2016, 18:30 Uhr

Ort: Rathaus Stuttgart, Marktplatz 1, Mittlerer Sitzungssaal

Eintritt: frei

Moderation: Susanne Wetterich

„Schulbücher definieren nicht nur legitimes Wissen und wünschenswerte Kompetenzen, sondern vermitteln auch staatlich bzw. gesellschaftlich präferierte Identitätsangebote“, heißt es ganz richtig auf der Website des Georg-Eckert-Instituts, Leibnitz-Institut für internationale Schulbuchforschung, der in Deutschland führenden Schulbuchforschungseinrichtung. Doch welche Identitätsangebote vermitteln deutsche Schulbücher bei der Darstellung des Staates Israel?

Im Jahr 1985 hatte das Institut diese Frage untersucht. Damals wurde die Einseitigkeit kritisiert, mit der Israel als Aggressor im israelisch-arabischen Konflikt dargestellt wurde. Nun, dreißig Jahre später, ist das Institut mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes dieser Frage erneut nachgegangen und hatte, um es allgemein auszudrücken, unverändert hohen Handlungsbedarf festgestellt. Dies veranlasste den Verein Scholars for Peace in Middle East, Germany e.V. in Kooperation mit den DIG-Arbeitsgemeinschaften Bremen, Hannover, Ostfriesland und Oldenburg zu einer Initiative, das Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit zu sensibilisieren und mit Politik und Schulbuchverlagen ins Gespräch zu kommen.

weiterlesen

Israelfeindliche Ausstellung in Reutlingen: Protestbrief der DIG Stuttgart

In Kooperation mit dem Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V. zeigt die Volkshochschule Reutlingen zur Zeit eine Ausstellung von Kinderbildern aus palästinensischen Flüchtlingslagern.

„Kinderbilder aus den Flüchtlingslagern im Libanon spiegeln ungeschminkt die Ängste und Nöte, aber auch Träume der Menschen in den Krisengebieten des Nahen Ostens und machen damit Fluchtursachen bewusst“,

heißt es unter anderem im Begleitheft. Tatsächlich jedoch spiegeln sich in den Bildern weniger die „Ängste und Nöte“, als viel mehr die politische Indoktrination der Kinder – mit unversöhnlichem Hass gegen Israel. Sie sind dabei so plakativ und politisch geeicht, dass sie ganz offensichtlich nicht den Köpfen der Kinder entsprungen sind, sondern denen ihrer Lehrer.

Wir, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Stuttgart haben uns nun mit einem Brief an die Volkshochschule Reutlingen gewandt.