Vortrag: Ein Deal mit Konsequenzen

Vortrag und Diskussion mit Saba Farzan

Zeit: Sonntag, 3. April 2016, 11 Uhr

Ort: Spitalhof, Wilhelmstraße 69, 72764 Reutlingen

Eintritt: frei.

Der finale Deal im vergangenen Sommer mit dem iranischen Regime wurde als diplomatische Errungenschaft gegen die Atombombe tituliert. Doch lässt die Debatte nach wie vor außen vor, mit wem hier eigentlich ein Deal verhandelt wurde und mit welchen dramatischen Konsequenzen weit über die zehn-jährige Dauer des Abkommens hinaus. Einem menschenverachtenden Regime wurde politische Legitimation verschafft, der Proliferation im Nahen Osten freien Lauf und die iranische Zivilgesellschaft wie so oft im Regen stehen gelassen. Darüber hinaus zementiert das Abkommen große Sicherheitsrisiken in der Region – für Israel, die arabischen Golfstaaten und Nordafrika. Diese Aspekte und Ansätze, wie eine andere Nahostpolitik aussehen kann, sollen in dieser Veranstaltung beleuchtet werden.

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Reisebericht: Kurdistan

Vortrag und Diskussion mit Salahdin Koban

Zeit: Montag, 22. Februar 2016, 19:30 Uhr

Ort: „Basis“, Hauptstätter Str. 41, 70173 Stuttgart

Eintritt: frei.

Bei seiner Reise in die Autonome Region Kurdistan im Nordirak interessierte sich Salahdin Koban vor allem für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, ihr Zusammenleben und die Meinungen über Israel. So besuchte er Lalish, einen Ort, der den Jesiden heilig ist, und informierte sich über ihr Schicksal. Gesprächspartner/-innen berichteten über das Schicksal der Juden in den 50iger Jahren im Irak, von denen die meisten nach Israel flohen. In Erbil erkundete er das Christenviertel Ankawa, nutzte die Möglichkeit an einem Gottesdienst teilzunehmen und sprach mit dem Bürgermeister. In Slemani besuchte er ein Frauenzentrum.

Kurdistan ist die einzige autonome Region des Irak. Sie hat eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament mit Sitz in der Hauptstadt Erbil. Seit dem grausamen Krieg des IS ist die Region Zuflucht für über eine Million Flüchtlinge. Koban bereiste im Herbst 2015 auch die Grenzregion zum Bürgerkriegsgebiet und kam bis kurz vor Mosul.

halt!zusammen – Auch gegen Antisemitismus?

Erklärung der DIG Stuttgart und mittlerer Neckar aus Anlaß der Kundgebung „halt!zusammen – Wir sind die Vielen, die zusammenhalten gegen Rassismus und Gewalt in unserem Land“ am 16.1.2016 auf dem Stuttgarter Schlossplatz:

Halten wir auch gegen Antisemitismus zusammen?

Juden und Jüdinnen vor Angriffen zu schützen ist dringender denn je
Diskriminierung von Jüdinnen und Juden ist in Deutschland immer noch weit verbreitet. Synagogen werden beschädigt, auch die in Stuttgart. Wer sich mit Kippa oder Davidstern auf der Straße zeigt, ist gefährdet. Die Anzahl der Straftaten mit antisemitischem Hintergrund nimmt von Jahr zu Jahr zu. Nicht nur auf Schulhöfen und in Fußballstadien gehört „Judenschweine“ zu den beliebtesten Schimpfworten. Auf Demonstrationen ertönen Rufe wie „Hamas, Hamas – Juden ins Gas“ und „Tötet die Juden!“

Antisemitismus ist weit mehr als Rassismus
Antisemitismus ist nicht nur Diskriminierung, sondern vor allem eine abstruse Welterklärung: Die Juden beherrschten angeblich die Welt und seien deshalb verantwortlich für alles Böse. So denken sehr viele in Deutschland, wenn auch diese Vorstellung nicht immer so offen geäußert wird. In Umfragen geben regelmäßig mehr als ein Drittel bis fast die Hälfte zu Protokoll, „die Juden“ seien „andersartig“ und hätten „zu viel Einfluss“ (Siehe z.B. Die Studien von Oliver Decker u.a. „Die Mitte in der Krise“ und 2012 „Die Mitte im Umbruch“). In Ermanglung einer kritischen Gesellschaftsanalyse wird ein Generalverdacht gegen „die da oben“, gegen die Konzerne und den Finanzmarkt, gegen die „Lügenpresse“ und alles Amerikanische gepflegt, der – bewusst oder unbewusst – an antisemitische Stereotype anknüpft.
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Vortrag: „Kindermörder Israel“ – Wie antisemitische Bilder wirken

Eine Analyse zur Codierung und Wirkung antisemitischer Stereotype anhand von Bildern im Kontext des Israel-Gaza Konfliktes im Sommer 2014

 

Vortrag und Diskussion mit Tirza Seene

Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2016, 19 Uhr

Ort: Stuttgarter Lehrhaus / Paul-Gerhardt-Zentrum, Raum Begegnungsstätte I, Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart (Stadtbahnhaltestelle Vogelsang)

Eintritt: frei

Einen ausführlichen Ankündigungstext finden Sie hier.