Staatsminister Murawski beantwortet offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann

Mit einem offenen Brief hatten wir uns Anfang April an Ministerpräsident Kretschmann gewandt und darin dessen Spende an die Kunsthochschule Dar al-Kalima in Betlehem kritisiert. Der Grund: Der Präsident der Hochschule, Dr. Mitri Raheb, ist zugleich Chef der christlich-palästinensischen Boykott-Kampagne gegen Israel und hat das Kairos-Palästina-Dokument mit vervasst. Im Rahmen einer Israelreise hatte Kretschmann auch Betlehem besucht und Raheb dort einen Scheck in Höhe von 30.000 Euro überreicht.

Nun hat uns Staatsminister Murawski auf Bitte des Ministerpräsidenten geantwortet.

 

 

Wir bedanken uns bei Herrn Murawski, dass er sich die Zeit genommen hat, sich mit unserem Brief auseinander zu setzen und uns diese ausführliche Antwort zu senden. Ein Teil unserer Bedenken bleibt jedoch auch nach dieser Antwort leider bestehen. Denn auch wenn die Spende für ein ökologisches Projekt der Hochschule gedacht ist, hat die Rolle des Hochschulpräsidenten in der Boykott-Kampagne für uns mehr als nur ein „Geschmäckle“.

Dass es durchaus unterstützenswerte Alternativen gibt, zeigt die amtierende Bundesratspräsidentin Malu Dreyer. Für ihre bevorstehende Israelreise plant sie einen Besuch des Projekts Givat Haviva, einer der ältesten israelischen Einrichtungen für jüdisch-arabische Verständigungsarbeit, die ganz ohne Boykott-Aufrufe im Umfeld auskommt und hervorragende Arbeit leistet.

Offener Brief: Protest gegen die Filmvorführung „Roadmap to Apartheid“

Das Stuttgarter Theater tri-bühne führt am heutigen Abend den Film Roadmap to Apartheid vor, der Israel in einseitiger und unverantwortlicher Weise dämonisiert, um auf seine Delegitimierung hinzuwirken und Boykotte gegen den jüdischen Staat zu rechtfertigen. Wir haben mit einem Offenen Brief gegen die Vorführung protestiert.


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir protestieren gegen die Filmvorführung „Roadmap to Apartheid“ am 11.5.17 in Ihrem Hause.

Schon der Filmtitel lässt keinen Zweifel daran, welche altbekannten israelfeindlichen Zerrbilder und Klischees hier verbreitet werden sollen; Israel wird als rassistischer Unrechtsstaat in der Tradition des segregierten Südafrika dargestellt. Nicht zuletzt angesichts eines Klimas weltweit und leider eben auch hierzulande zunehmender antisemitischer Übergriffe halten wir die Verbreitung solcher Verleumdungen unter dem Deckmantel der „Israelkritik“ für absolut unverantwortlich.
weiterlesen

Keine Unterstützung für Israel-Boykotte! – Offener Brief an Ministerpräsident Kretschmann

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,

wir haben uns gefreut, dass Sie die Schirmherrschaft des Israeltags in Stuttgart übernommen haben und dass Sie mit baden-württembergischen Firmen nach Israel reisten, um Start-ups zu besuchen und Kontakte zu knüpfen. Befremdet hat uns, dass Sie am letzten Tag Ihrer Reise in Bethlehem dem Hochschulpräsidenten und gleichzeitigen Chef der christlich-palästinensischen Boykott-Kampagne, Dr. Mitri Raheb, einen Scheck über 30.000 € überreichten. Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Israel und Boykott Israels, wie passt das zusammen?

Mitri Raheb verfasste das „Kairos-Dokument der Christinnen und Christen in Palästina“. Es ruft auf, „sich für den Rückzug von Investitionen und für Boykottmaßnahmen der Wirtschaft und des Handels gegen alle von der Besatzung hergestellten Güter einzusetzen“. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat das Papier bereits bei seiner Veröffentlichung 2010 kritisiert, weil es sich für wirtschaftliche Sanktionen gegen Israel und in der Konsequenz auch gegen das Existenzrecht Israels ausspricht und mit scheintheologischen Argumenten Stimmungsmache gegen Israel betreibt.
weiterlesen

Israelfeindliche Ausstellung in Reutlingen: Protestbrief der DIG Stuttgart

In Kooperation mit dem Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V. zeigt die Volkshochschule Reutlingen zur Zeit eine Ausstellung von Kinderbildern aus palästinensischen Flüchtlingslagern.

„Kinderbilder aus den Flüchtlingslagern im Libanon spiegeln ungeschminkt die Ängste und Nöte, aber auch Träume der Menschen in den Krisengebieten des Nahen Ostens und machen damit Fluchtursachen bewusst“,

heißt es unter anderem im Begleitheft. Tatsächlich jedoch spiegeln sich in den Bildern weniger die „Ängste und Nöte“, als viel mehr die politische Indoktrination der Kinder – mit unversöhnlichem Hass gegen Israel. Sie sind dabei so plakativ und politisch geeicht, dass sie ganz offensichtlich nicht den Köpfen der Kinder entsprungen sind, sondern denen ihrer Lehrer.

Wir, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Stuttgart haben uns nun mit einem Brief an die Volkshochschule Reutlingen gewandt.

Frieden erfordert den Israelhass zu beenden! – Offener Brief an die evangelische Akademie Bad Boll

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind besorgt über die Stoßrichtung Ihrer Tagung „Ist Frieden möglich? Zur Situation der Menschenrechte in Nahost“ im Juli 2016. Dass die Akademie für die Interessen einer bestimmten Gruppe wirbt, ist legitim. Dass die Tagung versucht, negative Emotionen gezielt gegen Israel und nur gegen Israel zu mobilisieren, halten wir aber für zutiefst unmoralisch.

Die Palästinenser brauchen in der Tat Unterstützung. Ihr Menschenrecht auf Leben wird tausend- fach missachtet in Nahost. Wir erinnern an die Fassbomben, die Assad auf das palästinensische Yarmuk-Camp in Syrien werfen ließ. An die Palästinenser, Männer, Frauen und Kinder, die von der Hamas als menschliche Schutzschilder missbraucht wurden, als Israel sich gegen Raketen aus Gaza wehren musste. An die Palästinenser in Gaza, die wegen angeblicher Kollaboration von der Hamas auf offener Straße erschossen wurden.

Ganz im Gegensatz zur Universalität der Menschenrechte richtet sich der Blick der Tagung nur auf vermeintliche Menschenrechtsverletzungen Israels und lässt das mörderische Treiben der Dschihadisten in Syrien, Gaza und Israel unkommentiert.
weiterlesen