Vortrag: Der Israelsonntag im Kirchenjahr

Vortrag und Diskussion mit Pfarrer Roland Spur

Zeit: Mittwoch, 13. Juli 2016 um 19 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel)

Eintritt: frei

Der Israelsonntag ist ein Sonntag im evangelischen Kirchenjahr, der das Verhältnis von Christen und Juden zum Thema hat. Er wird am zehnten Sonntag nach Trinitatis, also elf Wochen nach dem Pfingst-fest begangen. In diesem Jahr fällt er auf den 31. Juli 2016.

Der Israelsonntag böte der Kirche die Chance, sich mit ihrer Erbsünde zu befassen. Warum wird diese Gelegenheit so wenig genutzt? Jesus sagt in Johannes-Evangelium Kapitel 4, im Vers 22: „Das Heil kommt von den Juden.“ Auch diese Aussage wäre ein lohnenswertes Thema am Israelsonntag.

Pfarrer Roland Spur wird in seinem Vortrag auf die historischen und theologischen Zusammenhänge eingehen.

Bericht vom Israeltag 2016

Bei strahlendem Sonnenschein feierten am 4. Mai 2016 auf dem Schlossplatz mehrere Hundert Stuttgarterinnen und Stuttgarter den 68. Geburtstag Israels. Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler, der Zemer-Chor und das Ensemble Roman Kuperschmidt gratulierten mit ihren musikalischen Beiträgen. Unter Anleitung von Avi Palvari wurde ausgiebig Hora getanzt.

 

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Bericht: Protest gegen Treffen von Hamas-Anhängern

Am 2.4.2016 fand ein Treffen von ca. 100 Hamas-Anhängern in der städtischen, also mit kommunalen Geldern subventionierten Turn- und Versammlungshalle Hallschlag statt. Außer einer Ermahnung an den Veranstalter, sich an die Gesetze zu halten, unternahm die Stadtverwaltung nichts.

Das Treffen blieb aber nicht ohne Widerspruch unsererseits: Zu unserer kurzfristig angekündigten Versammlung, bei der wir Passanten per Flugblatt über das unheilvolle Treffen informierten, kamen mehr als 30 Leute.

Zeitzeugenvortrag : Als Kind in Theresienstadt

Zeitzeugenvortrag von Pavel Hoffmann

Zeit: Montag, 18. April 2016, 19 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel)

Eintritt: frei

Pavel Hoffmann, der als Kind das KZ Theresienstadt überlebte, wird über sein Leben, seine Familie, das Lager und über den heutigen Antisemitismus sprechen.

Pavel Hoffmann wurde 1939 fünf Tage nach der Besetzung der damaligen Tschechoslowakei durch die deutsche Wehrmacht geboren. Seine Elternwaren jüdische Ärzte in Prag. 1942 nach dem Attentat auf Heydrich wurde sein Vater zusammen mit 1200 weiteren Mitgliedern der tschechischen Intelligenz in einem Fußballstadion erschossen. Seine Mutter, von Beruf Kinderärztin, und das Kind Pavel wurden 1943 nach Theresienstadt deportiert. Vorher wurden bereits die Großeltern von Pavel Hoffmann väterlicherseits, seine Tante und seine Cousine in Auschwitz ermordet. Pavel Hoffmannwurde am 5. Februar 1945 mit dem sogenannten Schweizer Transport, vereinbart zwischen Heinrich Himmler und dem damaligen Schweizer Bundespräsidenten Jean-Marie Musy, zusammenmit 1200 meistens deutschen und tschechischen Juden in die Schweiz gebracht und damit gerettet. Dort hat sich ein tschechisches Ehepaar seiner angenommen. So kam er im Juni 1945 als einziger Überlebender seiner Familie zurück nach Prag.

Filmausschnitte mit Originalszenen aus Theresienstadt 1943 ergänzen den Vortrag.

Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Stuttgart. Grußwort Dr. Roland Müller, Ltd. Stadtarchivdirektor.

Vortrag: Ein Deal mit Konsequenzen

Vortrag und Diskussion mit Saba Farzan

Zeit: Sonntag, 3. April 2016, 11 Uhr

Ort: Spitalhof, Wilhelmstraße 69, 72764 Reutlingen

Eintritt: frei.

Der finale Deal im vergangenen Sommer mit dem iranischen Regime wurde als diplomatische Errungenschaft gegen die Atombombe tituliert. Doch lässt die Debatte nach wie vor außen vor, mit wem hier eigentlich ein Deal verhandelt wurde und mit welchen dramatischen Konsequenzen weit über die zehn-jährige Dauer des Abkommens hinaus. Einem menschenverachtenden Regime wurde politische Legitimation verschafft, der Proliferation im Nahen Osten freien Lauf und die iranische Zivilgesellschaft wie so oft im Regen stehen gelassen. Darüber hinaus zementiert das Abkommen große Sicherheitsrisiken in der Region – für Israel, die arabischen Golfstaaten und Nordafrika. Diese Aspekte und Ansätze, wie eine andere Nahostpolitik aussehen kann, sollen in dieser Veranstaltung beleuchtet werden.

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