Vortrag: Warum Boykottaufrufe gegen Israel antisemitisch sind

Dr. Michael Blume
(Foto: blume-religionswissenschaft.de)
Vortrag von Dr. Michael Blume,
Beauftragter der Landesregierung BW gegen Antisemitismus

 

Grußwort: Isabel Fezer, Bürgermeisterin der Stadt Stuttgart

Zeit: Donnerstag, 6. September 2018, 19 Uhr

Ort: Rathaus Stuttgart, Kleiner Sitzungssaal im 3. Obergeschoss, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart (Eingang über die Pforte Eichstraße)

Eintritt: 5 Euro (für Mitglieder frei)

Veranstalterinnen: DIG Region Stuttgart e.V., Denkendorfer Kreis für christlich-jüdische Begegnung e.V.

 


Auch in Stuttgart gibt es Aufrufe Israel zu boykottieren. Produkte aus Israel sollen nicht gekauft werden, Künstlerinnen nicht in Israel auftreten und Wissenschaftler aus Israel nicht eingeladen werden. Ein Boykott Israels will nicht die israelische Regierung kritisieren, er zielt gegen die Existenz des jüdischen Staates. Aufgabe des Antisemitismus-Beauftragten ist es, die Gesellschaft für aktuelle und historische Formen des Antisemitismus zu sensibilisieren. In seinem Vortrag analysiert Dr. Blume aktuelle Boykottaufrufe als Teil des israelbezogenen Antisemitismus.

Dr. Michael Blume wurde 1976 in Filderstadt geboren. Nach einer Bankausbildung studierte er Religions- und Politikwissenschaften in Tübingen, wo er auch zu Religion und Hirnforschung promovierte. Blume arbeitet seit 2003 im Staatsministerium Baden-Württemberg und leitete von März 2015 bis Juli 2016 die Projektgruppe „Sonderkontingent für besonderes schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak“. Das Amt des Beauftragten gegen Antisemitismus übernimmt er zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter des Referats „Nichtchristliche Religionen, Werte, Minderheiten, Projekte Nordirak“.

Dr. Blume ist evangelischer Christ und Ehemann in einer christlich-islamischen Familie mit drei Kindern. In seiner Freizeit betätigt er sich weiterhin gerne als religionswissenschaftlicher Buchautor, Blogger und Lehrbeauftragter.