Zeitzeugenvortrag : Als Kind in Theresienstadt

Zeitzeugenvortrag von Pavel Hoffmann

Zeit: Montag, 18. April 2016, 19 Uhr

Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel)

Eintritt: frei

Pavel Hoffmann, der als Kind das KZ Theresienstadt überlebte, wird über sein Leben, seine Familie, das Lager und über den heutigen Antisemitismus sprechen.

Pavel Hoffmann wurde 1939 fünf Tage nach der Besetzung der damaligen Tschechoslowakei durch die deutsche Wehrmacht geboren. Seine Elternwaren jüdische Ärzte in Prag. 1942 nach dem Attentat auf Heydrich wurde sein Vater zusammen mit 1200 weiteren Mitgliedern der tschechischen Intelligenz in einem Fußballstadion erschossen. Seine Mutter, von Beruf Kinderärztin, und das Kind Pavel wurden 1943 nach Theresienstadt deportiert. Vorher wurden bereits die Großeltern von Pavel Hoffmann väterlicherseits, seine Tante und seine Cousine in Auschwitz ermordet. Pavel Hoffmannwurde am 5. Februar 1945 mit dem sogenannten Schweizer Transport, vereinbart zwischen Heinrich Himmler und dem damaligen Schweizer Bundespräsidenten Jean-Marie Musy, zusammenmit 1200 meistens deutschen und tschechischen Juden in die Schweiz gebracht und damit gerettet. Dort hat sich ein tschechisches Ehepaar seiner angenommen. So kam er im Juni 1945 als einziger Überlebender seiner Familie zurück nach Prag.

Filmausschnitte mit Originalszenen aus Theresienstadt 1943 ergänzen den Vortrag.

Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. Stuttgart. Grußwort Dr. Roland Müller, Ltd. Stadtarchivdirektor.