Konzert des Kinder- und Jugend-Aliyah-Ensembles (Israel)


Zeit: Sonntag, 2. April 2017 um 19:00 Uhr

Ort: Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg, Eingang: Firnhaberstr. 9, 70174 Stuttgart

in Kooperation mit der IRGW, der GCJZ und fjbk e.V. Stuttgart

Programmdauer ca. 1 Stunde

Die Kinder- und Jugend-Aliyah wurde 1933 in Berlin gegründet, um jüdische Kinder aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Erez Israel zu retten. Heute ist sie das größte jüdische Kinderhilfswerk und untersteht dem israelischen Erziehungsministerium.

In 125 Jugenddörfern werden jährlich 15.000 Heranwachsende betreut. Auf Initiative des deutschen Komitees der Kinder- und Jugend-Aliyah wurde vor 20 Jahren ein philharmonisches Orchester gegründet, in dem Heranwachsende aus ca. 25 unterschiedlichen Jugenddörfern miteinander musizieren.

Ende März/Anfang April 2017 kommt bereits zum elften Mal ein Kammerensemble, als Repräsentant des Orchesters, unter der Leitung des Dirigenten Herrn Dr. Lev Arstein mit elf jungen Musikern auf Tournee nach Deutschland. Die Jugendlichen mit ihren verschiedenen kulturellen Hintergründen sind vitale Botschafter Israels. Sie lernen ihrerseits im Rahmen der Tournee Deutschland mit seiner Kultur und Geschichte kennen; besonders wichtig hierbei sind die zwischenmenschlichen Begegnungen und Austausche, die auf beiden Seiten nachhaltig haften bleiben.

Das Motto der Tournee ist „Diversity – Vielfalt“, denn die Erziehung zur Vielfalt ist ein wesentlicher Grundsatz der pädagogischen Arbeit in unseren Jugenddörfern: Ziel ist das Akzeptieren unterschiedlicher Ursprungskulturen und das Zusammenwachsen und Entwickeln einer gemeinsamen Gegenwart und Zukunft. Daher wird das musikalische Repertoire diesmal die kulturelle Vielfalt der israelischen Gesellschaft widerspiegeln. Die Zuwanderer aus allen Ländern der Welt haben auch die Musik vielfältig geprägt.

In einer großen Komposition werden alte osteuropäische Klänge und historische Werke aus den Ursprungsländern musikalisch miteinander verbunden – so wie dies durch das Zusammenwachsen der Zuwanderer in der modernen israelischen Gesellschaft geschehen ist. Darüber hinaus werden rein instrumentale sowie überwiegend gesanggetragene Stücke dargeboten, die aus dem Schmelztiegel der Kulturen entstand sind. Diese „israelischen“ Klänge sind sowohl westlich als auch orientalisch geprägt und reichen von den frühen Jahren der Staatsgründung in das heutige moderne Israel.